Business Intelligence

BI-Anbieter kennen anscheinend keine Krise

19. August 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
BI-Hersteller erwarten in diesem Jahr ein durchschnittliches Umsatzplus von 15 Prozent. Dabei sprechen sie immer öfter mit den Fachbereichen und immer seltener mit der IT, so eine Studie des Management-Beraters Lünendonk.
Welche Trends BI-Hersteller sehen.
Welche Trends BI-Hersteller sehen.

Wer dieser Tage als Anbieter von Business-Intelligence-Software (BI) Mitarbeiter entlassen oder Kurzarbeit einführen will, dürfte es mit der Argumentation schwer haben. Schließlich geht es BI-Firmen bestens. Das behaupten zumindest die Teilnehmer des BI-Trenddossiers 2009, das der Management-Berater Lünendonk aus Kaufbeuren jetzt vorgelegt hat.

Demnach rechnen die befragten BI-Hersteller für das laufende Jahr mit Umsatzsteigerungen von mehr als 15 Prozent. Für den Zeitraum bis 2014 erwarten sie ein Wachstum von knapp 18 Prozent. Nach Aussagen von Lünendonk gaben einzelne Unternehmen sogar an, 2009 seien Umsatzsprünge von 50 Prozent möglich.

Dabei scheinen sämtliche Studienteilnehmer zu glauben, ihr Unternehmen sei die große Ausnahme. Auf die Frage, wie sich der BI-Gesamtmarkt entwickeln wird, nennen die Anbieter nämlich "nur" Wachstumsraten von knapp sechs Prozent für 2009 und gut acht Prozent für die Jahre bis 2014.

Die Befragten sehen sich als Gewinner der Krise. 90 Prozent geben an, das steigende Interesse an BI-Lösungen sei eine Folge des Banken-Crashs.

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