Malware: IE 9 weit vor Firefox 4

Browser im Sicherheitstest

04. August 2011
Von Kolja Kröger
Die Tester von NSS Labs wollten wissen, welcher Browser welche Bedrohungen erkennt und wie schnell Browser-Anbieter neue Malware in ihre Blocklisten aufnehmen.
Die neueste Fassung des Internet Explorers fängt dank Application Reputation fast alles ab.
Die neueste Fassung des Internet Explorers fängt dank Application Reputation fast alles ab.
Foto: Microsoft

Fast jeden Rechner in Europa schützt eine SecuritySecurity Software, und doch haben sich im vergangenen Jahr nach Angaben des statistischen Amts der EU fast ein Drittel der User in der EU mit MalwareMalware infiziert. Vor allem auf Bankkunden hatte es eine groß angelegte ZBOT-Attacke abgesehen, die 2010 in vier europäischen Ländern losgetreten wurde. Alles zu Malware auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

Für die meisten Surfer ist ihr Browser das Tor ins weltweite Netz. Wie gut diese Programme solche Malware entdecken und blocken, die sich im Internet zum Beispiel als Downloads für harmlose Bildschirmschoner tarnt, hat jetzt die auf Sicherheits-Tests spezialisierte US- Firma NSS Labs im April gestestet und nun die Ergebnisse unter dem Titel "Web Browser Security - Socially Engineered Malware Protection" veröffentlicht. Sie schauten bei der Studie auf Malware-Seiten, die besonders auf europäische User ausgerichtet sind. Gerne tummelt sich Socially Engineered Malware in sozialen Netzwerken.

IE 9 mit dem besten Malware-Radar

Testsieger ist der Internet Explorer 9, der alle Angriffe abfing - das aber nur dank der neu integrierten Application-Reputation-Funktion. Aber auch ohne sie erkannte der Browser 92 Prozent der kritischen URLs als gefährlich. Es folgt knapp dahinter der IE 8 mit 90 Prozent Erkennungsrate. Mit nur jeweils 13 Prozent liegen Safari 5, Chrome 10 und Firefox 4 gleichauf. Der Mozilla Browser schwächelt, sank die Erkennungsrate im Vergleich zum vergangenen Jahr doch um 6 Prozent. Auf 11 Prozent kommt Opera 11.

Der Test glich einem Dauerbeschuss: 19 Tage ließen NSS eine Reihe von PCs an verschiedenen Orten in Europa immer wieder 650 verschiedene Websites mit gefährlichen Inhalten ansteuern, jede Seite kam mindestens alle 6 Stunden dran. Die Tester wollten wissen: Welcher Browser erkennt welche Bedrohung, und wie schnell nehmen die Browser-Hersteller neue Malware-Seiten in ihre Blocklisten auf?

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