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Weniger Datencenter, mehr Outsourcing

Citigroup: IT muss ein Drittel der Einsparungen tragen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München.

In deutschen Citigroup-Töchtern arbeiten 7.300 Beschäftigte. Nach den Worten von Citibank-Sprecher Björn Korschinowski werden sie vom Umbau unberührt bleiben.

Der Konzern hat mit der nachlassenden US-Konjunktur und den Kreditproblemen einkommensschwacher Amerikaner zu kämpfen. Im vergangenen Jahr waren die operativen Kosten der Bank doppelt so schnell gestiegen wie die Erträge. Charles Prince hatte daraufhin "eine Durchforstung des Geschäfts" angekündigt.

PAC-Analystin Nadia Müller-Adnane hält die angekündigten Maßnahmen für nicht überraschend. "Die Finanzdienstleistungs-Branche sieht sich heute einem extrem hohen Wettbewerb gegenüber", sagt sie gegenüber CIO Online. "Um Kosten zu senken, sind damit sowohl BankenBanken als auch VersicherungenVersicherungen gezwungen, ihre Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und Maßnahmen zur Effizienz und Qualitäts-Steigerung einzuleiten." Top-Firmen der Branche Banken Top-Firmen der Branche Versicherungen

Nach den Beobachtungen der Analystin existieren in den Back Offices einiger Banken noch zahlreiche alte Legacy Systeme, die überholt sind und mit hohen Kosten zu Buche schlagen. Die Front Offices seien dagegen oft gut ausgestattet.

Deloitte schätzt, dass Banken in den kommenden drei Jahren in Sachen OutsourcingOutsourcing einen großen Schritt nach vorn machen werden. 2010 dürften demnach rund ein Drittel der IT-Abteilungen ausgelagert sein - derzeit sind es erst sechs Prozent. Laut Pressemeldungen hält Bart Narter vom Consulter Celent die Citibank sei in diesem Bereich für "viel weiter als die meisten anderen Banken". Alles zu Outsourcing auf CIO.de

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