Virtualisierung unerwünscht

Die Server-Strategie der Deutschen Flugsicherung

30. April 2013
Von Hartmut Wiehr
Fliegen ist sicherer als Auto fahren. Die DFS kontrolliert über 3 Millionen jährliche Flugbewegungen über Deutschland – unterstützt von IT. Virtuelle Server stören da nur.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) ist organisatorisch als eine GmbH selbständig, ist aber nichts anderes als eine Bundesbehörde. Die Trennung wurde vollzogen, um ihre Einkünfte aus dem Lotsengeschäft auf eine gebührenfinanzierte Basis zu stellen. Der DFS kommt die heikle Aufgabe zu, den Luftraum über dem deutschen Hoheitsgebiet zu überwachen und Kollisionen oder Abstürze zu vermeiden. Die DFS schreibt auf ihrer Webseite dazu: "Täglich koordinieren die Fluglotsen rund 10.000 Flüge. Damit ist der Himmel über Deutschland einer der verkehrsreichsten Lufträume der Welt."

Die Arbeit der Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) basiert auf viel Know-how, unterstützt durch IT. Ihr Ziel: Verhinderung von Kollisionen und Katastrophen.
Die Arbeit der Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung (DFS) basiert auf viel Know-how, unterstützt durch IT. Ihr Ziel: Verhinderung von Kollisionen und Katastrophen.
Foto: DSF

Die DFS ist an 16 deutschen Flughäfen aktiv. Doch ein Hauptteil der Arbeit besteht darüber hinaus aus der Überwachung des internationalen Luftverkehrs über Deutschland. Für diese Aufgabe gibt es so genannte Center – in Bremen, Langen, Karlsruhe und München. Außerdem unterhält die DFS mehrere Rechenzentren, ein eigenes Weitverkehrsnetz, Radarstationen und einiges mehr. Neben einer operativen IT, die ausschließlich der Flugsicherung dient, gibt es einen abgetrennten klassischen IT-Bereich für Bürokommunikation (BK).

Als bundeseigenes Unternehmen verfügt die DFS über eine eigene Beschaffungsabteilung mit über 40 Mitarbeitern, die verschiedene IT-Segmente betreuen. Einer von ihnen ist Christian Riedel, auf DFS-Seite mit zuständig für das Aushandeln und die Umsetzung eines Rahmenvertrags mit DellDell für den Einkauf von IT-Lösungen besonders im Server-Bereich. Alles zu Dell auf CIO.de

Der vierjährige Rahmenvertrag über ein voraussichtliches Auftragsvolumen von rund 8 Millionen Euro startete 2012. Offiziell heißt es: "Durch diese strategische Kooperation kann die DFS ihre IT-Infrastruktur vereinfachen und somit erhebliche Ressourcen einsparen." Dies soll durch eine Vereinheitlichung der IT-Landschaft geschehen, die bisher durch zahlreiche unterschiedliche Lösungen gekennzeichnet war. Komplexität und Unübersichtlichkeit der IT sollen vor allem im Server-Umfeld mittels KonsolidierungKonsolidierung reduziert werden. Dell hatte in der Ausschreibung auch deshalb gute Karten, weil man viele Standard-Lösungen für x86-Server im Angebot hat, berichtet Einkäufer Riedel. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de