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Die versteckten Kosten bei BYOD

18. Dezember 2012
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Von verlorenen Mengenrabatten bis zur Frage, wem nach der Kündigung Software-Lizenzen auf beruflich genutztem Privatgerät gehören: Bei BYOD lauern Kostenfallen.
BYOD ("Bring your own device") kann Entscheidern Kopfschmerzen verursachen.
BYOD ("Bring your own device") kann Entscheidern Kopfschmerzen verursachen.
Foto: Picture-Factory - Fotolia.com

Eine Entscheidung für BYOD (kurz für "Bring your own device") sollte nicht durch Kostendruck motiviert sein. Nur auf den ersten Blick spart ein Unternehmen Geld, wenn Mitarbeiter eigene Geräte mit ins Büro bringen. Das gibt unsere US-Schwesterpublikation Networkworld.com zu bedenken.

Laut Networkworld müssen Firmen mit Kosten rechnen, die ihnen zunächst wahrscheinlich nicht bewusst sind. Diese können in folgenden sechs Bereichen entstehen:

1. Die Geräte: Es scheint paradox, aber die Kosten für firmeneigene Hardware können steigen, wenn Mitarbeiter private Geräte mitbringen. Dann nämlich, wenn - weil nicht mehr so viele Devices angeschafft werden - Mengenrabatte verloren gehen. Vor diesem Hintergrund sollte die typische Lebensspanne der Geräte (18 bis 24 Monate) berücksichtigt werden.

2. Der Support: In puncto Support zitiert Networkworld den Analysten Hyoun Park von Nucleus Research. Er beobachtet, dass es viele Diskussionen um den Support dienstlich genutzter Privatgeräte gibt. Unternehmen könnten den Mitarbeitern schlecht den Anruf beim firmeneigenen Helpdesk verweigern, auch, wenn sie nicht immer genau wissen, wofür der Anrufer welchen Support braucht. Der Analyst rät, in Policies festzulegen, für welche Geräte es welchen Support von der Firma gibt.