Leser widersprechen Gartner

Hype vorbei: BYOD vor dem Absturz

24. Oktober 2012
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
BYOD wird überschätzt, sagt die klare Mehrheit unserer Umfrageteilnehmer. Dass das Thema bald vor allem Enttäuschungen hervorruft, überrascht die Leser nicht.

Alles nur ein Hype, ein überschätzter Trend? Die Zukunft von "Bring Your Own Device" (BYOD) war Thema unserer letzten Online-Umfrage. Hintergrund: Die Analysten von Gartner sehen diesen Trend vor dem Absturz. So eindeutig war ein Umfrage-Ergebnis noch nie: Fast 60 Prozent der Teilnehmer (58,2 Prozent) gaben an, dass sie BYOD für überschätzt halten.

Das ist alles nur gehypt: Deutlich mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer glauben, dass BYOD bald abstürzt.
Das ist alles nur gehypt: Deutlich mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer glauben, dass BYOD bald abstürzt.
Foto: CIO.de

Nicht einmal ein Viertel, nur 23,6 Prozent, folgen der Argumentation von Gartner und glauben, dass dies der normale Verlauf eines solchen Trends sei. Erst nach dem Absturz ins Tal der Desillusion kommt BYOD gemäß dem Verlauf des Hype Cycles in der Breite an. 11,6 Prozent widersprachen den Analysten von Gartner: So glaubt etwas mehr als jeder Zehnte, dass sich der Trend zum eigenen Smartphone am Arbeitsplatz ohne Einbruch weiter durchsetzen wird.

BYOD bleibt heiß diskutiert

Sicher ist: BYOD treibt als kontroverses Thema die Leser um. An unserer Umfrage nahmen 543 User teil. Dass eine so deutliche Mehrheit BYOD vor dem Absturz sieht, muss nicht überraschen. Schließlich sind manche Sicherheitsbedenken nach wie vor nicht gelöst und viele Firmen laufen dem Trend nur hinterher, statt die Mitarbeiter anzuleiten. Eine IDC-Studie stützt die These, dass BYOD schon wieder abflaut.

Momentan bringt laut der IDC-Studie knapp ein Viertel der Mitarbeiter sein eigenes Smartphone mit zur Arbeit und benutzt es auch für Arbeitszwecke. Dies wird sich wohl auch nicht signifikant ändern. Denn Mitarbeiter, vor allem diejenigen aus der Generation Y, lassen sich den Gebrauch der eigenen Smartphones nicht verbieten. Bei TabletsTablets sieht die Kurve übrigens schon wieder anders aus: Da sinkt in absehbarer Zeit der Anteil der selbstmitgebrachten Geräte. Alles zu Tablets auf CIO.de