Technik-Trends auf der Cebit 2005

Es geht wieder was

04. März 2005
Von Hermann Gfaller
Funketiketten, Seamless Roaming, Virtualisierung und digital Lifestyle. Schlagwörter gibt es in diesem Jahr mehr als genug. Viele Hersteller wagen nach den schwierigen Jahren wieder Technologieexperimente.

Die Cebit will eine Veranstaltung für Geschäftsleute sein. Technik gilt als kaum mehr vermarktbar. Daher wurden kurzerhand die Hallen 1 bis 8 der Optimierung von Geschäftsprozessen gewidmet und - wie 2004 - die Bedürfnisse mittelständischer Anwender in den Mittelpunkt gerückt. Hier vermutet die Branche zu Recht Nachholbedarf und hofft auf eine satte Ausbeute. Neugierde ist auf alle Fälle vorhanden. So waren rund 330 000 Mittelständler unter den 500 000 Besuchern des vergangenen Jahres.

Die Dreiteilung der Messe in Business Processes, Communications sowie Digital Equipment and Periphery ist ein wenig grob gestrickt. So verbergen sich hinter den Business Processes so unterschiedliche Bereiche wie Speichersysteme und Dokumenten-Management (Halle 1), systemnahe Software und Business IntelligenceBusiness Intelligence (Halle 3), betriebswirtschaftliche Programme (Hallen 4 bis 6) sowie Sicherheit (Halle 7). Hinzu kommt noch die neue Outsourcing-Halle 8. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Lösungen statt Technik

Business Processes (Halle 1 bis 8): Bei IBMIBM hält man die Vorgaben der Messe für vernünftig. Es passt in das On-Demand-Konzept, Technik hinter Lösungen zu verstecken. Entsprechend versucht Big Blue, sein Know-how anhand von Kundenreferenzen und Szenarien wie den Bankarbeitsplatz der Zukunft zu demonstrieren: Anhand einer internationalen Produkteinführung wird der Websphere-Einsatz mit personalisierten Portalen, Grid-basierten Simulationsanwendungen oder Integration dezentraler Prozessleitsysteme vorgeführt. Alles zu IBM auf CIO.de

Technik ist dennoch mehr als genug zu sehen. Der Konzern führt eine IP-Communications-Plattform vor und Linux-basierte Speicherlösungen. Die Personal Computing Division zeigt einen nur vier Tennisbälle breiten Mini-PC und besonders sichere Notebooks, auch unter Suse-Linux. Im Zentrum des Kundeninteresses stehen vermutlich die chinesischen Lenovo-Manager, die extra zur Messe angereist sind. In der Mittelstandshalle 6 überlässt IBM das Feld den Partnern, in Halle 9 werden die Lösungen für E-Government gezeigt .

Sicherheit: langweilig, aber unerlässlich

Dass sich mit betriebswirtschaftlicher Software fast drei Hallen (4 bis 6) füllen lassen, zeigt, dass es bei aller Konzentration immer noch reichlich Anbieter gibt. Große Neuigkeiten sind von Softengine, SoftM, GUS, CIS, CAS, Infor, MicrosoftMicrosoft, Sage, SAPSAP und Co. nicht zu erwarten. SAP-Vorstand Henning Kagermann darf die Messe eröffnen und umgarnt ansonsten in Halle 4 seine Kunden, damit diese endlich von R/3 auf mySAP ERPERP umsteigen. Ansonsten stehen Banchenlösungen im Vordergrund des Messeauftritts, ebenso das hauseigene System für Customer Relationship Management (CRMCRM) und natürlich die Netweaver-Plattform. Alles zu CRM auf CIO.de Alles zu ERP auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

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