Trotz Fachkräftemangel

Firmen suchen Mitarbeiter lieber selbst

21. Oktober 2010
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Deutsche Firmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen, nehmen dafür kaum die Services externer Dienstleister in Anspruch. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Hochschule Pforzheim.

Personalverantwortliche schätzen die Wachstumspotenziale für die Auslagerung von Prozessen zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter an externe Dienstleister als groß bis sehr groß ein. Allerdings hapert es dabei noch mit der konkreten Umsetzung.

Nur 50 Prozent wollen Recruiting auslagern

Vision und Wirklichkeit: Mehr als 50 Prozent der Firmen in der Region DACH wollen Recruiting-Prozesse nicht auslagern.
Vision und Wirklichkeit: Mehr als 50 Prozent der Firmen in der Region DACH wollen Recruiting-Prozesse nicht auslagern.

Für mehr als die Hälfte der Firmen kommt in den nächsten drei Jahren das OutsourcingOutsourcing von Dienstleistungen rund um die Rekrutierung von Mitarbeitern generell nicht in Frage. Zu diesem Kernergebnis kommt die Studie "Recruitment Process Outsourcing (RPO) - Strohfeuer oder neuer Trend?", die Professor Stephan Fischer von der Hochschule Pforzheim durchführte, mit finanzieller Unterstützung der TDS HR Services & Solutions GmbH aus Neckarsulm. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen haben bereits Teilprozesse der HR-Arbeit ausgelagert, davon mehr als 57 die Lohn- und Gehaltsabrechnung. Knapp 15 Prozent gaben an, Erfahrungen beim Recruitment Process Outsourcing (RPO) zu haben.

RPO nicht auf der Tagesordnung

Beim HR-Outsourcing lagern Unternehmen am häufigsten die Lohn- und Gehaltsabrechnung aus.
Beim HR-Outsourcing lagern Unternehmen am häufigsten die Lohn- und Gehaltsabrechnung aus.

Rund ein Drittel der Firmen beschäftigen sich derzeit mit RPO-Aspekten. Der Studienautor stellt jedoch unmissverständlich fest, dass daraus nicht abgeleitet werden kann, dass diese Betriebe tatsächlich ein RPO durchführen werden. Bei rund 16 Prozent wird das Thema zwar diskutiert, dessen Umsetzung steht jedoch nicht auf der Tagesordnung. Knapp zwölf Prozent der befragten Personaler wollen in den nächsten drei Jahren eine oder mehrere Dienstleistungen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern auslagern. Nur etwa 1,5 Prozent planen die Auslagerung aller RPO-Services.

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