Prognosen für globalen IT-Markt

Forrester korrigiert Forecast für 2009

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der westeuropäische IT-Markt bricht in diesem Jahr um 16 Prozent ein. Das sagen die Analysten von Forrester voraus. Allerdings hängt diese Prozentzahl davon ab, welche Währung betrachtet wird.

Elf Prozent Minus - die neuesten Prognosen des US-Marktforschers Forrester über die diesjährige Entwicklung der weltweiten IT-Ausgaben lesen sich erschreckend. Schließlich waren die Analysten zu Jahresanfang noch von einem Rückgang um drei Prozent ausgegangen.

Ein Blick auf die Währung relativiert die Zahlen allerdings. Wird der erwartete Rückgang in US-Dollar angegeben, liegt er für West- und Zentraleuropa bei 16 Prozent. Zum Vergleich: Für die USA rechnet Forrester mit fünf Prozent Minus. Hintergrund ist der erstarkte Dollar.

Dankenswerterweise geben die Analysten daher auch währungsneutrale Zahlen an. Demnach werden IT-Anbieter in Zentral- und Westeuropa "nur" einen Einbruch von acht Prozent wegstecken müssen. In Osteuropa soll er fünf Prozent betragen.

Stimmt die Prognose, trifft es Zentral- und Westeuropa jedoch am Stärksten. Nach den währungsneutralen Berechnungen entwickeln sich die Märkte in diesem Jahr wie folgt: Kanada und Lateinamerika minus drei Prozent, Mittlerer Osten und Afrika minus fünf Prozent und Asien/Pazifik-Region minus zwei Prozent.