Magnetische Selbstorganisation heißt das Zauberwort

Forscher setzen zum Daten-Quanten-Sprung an

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Auf die speicherstärksten Festplatten, die es derzeit gibt, passen ungefähr 1.000 Gigabyte. 1.000 Gigabyte sind ein Terabyte. Bald schon könnte es aber möglich sein, Hunderte von Terabyte auf eine handelsübliche Festplatte zu packen. Dresdner Mathematiker arbeiten als Teil eines EU-Projektes daran.
Wie sich Quanten-Punkte strukturieren, ist noch nicht erforscht.
Wie sich Quanten-Punkte strukturieren, ist noch nicht erforscht.

Der Durchbruch könnte mittels eines Prozesses, den die Wissenschaftler selbst noch nicht ganz durchschaut haben, gelingen: der magnetischen Selbstorganisation so genannter Quantum Dots.

Im Verfahren, auf das die Forscher setzen, werden die Speicherschichten nicht mit der heute üblichen Lithografie aufgetragen. Stattdessen werden sie aus einer Eisen-Platin-Verbindung im MBE-Dünnschicht-Verfahren auf den Wafer aufgedampft. MBE steht für "molecular beam epitaxy".

Auf der Fläche bilden sich dann die Quantum Dots: winzige Atominseln, die sich in einem selbst organisierten Prozess verteilen. Sie sind magnetisch ausgerichtet und können jeweils ein Bit an Information speichern.

Rätselhaft ist bislang allerdings, wie sich die Dots ansiedeln. Mathematiker am Instiut für Wissenschaftliches Rechnen der Technischen Universität Dresden simulieren im Rahmen des EU-Projektes "Mag-Dot" die Vorgänge beim Entstehen solcher Inseln.

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