Change Management

Frust bei Veränderungs-Projekten

22. März 2010
Von Nicolas Zeitler
Eine Studie von Capgemini offenbart den mäßigen Erfolg vieler Change-Projekte und zu wenig Veränderungswillen bei Führungskräften. Umstrukturierungen und Neuerungen bereiten viele Firmen unzureichend vor.

Veränderungsprozesse führen in Firmen immer noch regelmäßig zu Misserfolgen und Frust. Das lässt sich aus der "Change Management Studie 2010" des Beratungsunternehmens Capgemini herauslesen, für die 116 Führungskräfte aus Firmen mit Sitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Danach gefragt, inwieweit Veränderungen in ihren Unternehmen in den letzten zwei Jahren zum Erfolg geführt hätten, ergaben die Antworten der Teilnehmer den Wert 66 Prozent. Kein einziger der Befragten kreuzte 100 Prozent an. Fast jedes vierte Projekt kam nicht über eine Zielerreichung von 50 Prozent hinaus oder lag noch darunter.

Die Veränderungsbereitschaft im Unternehmen schätzen nur wenige Befragte als sehr hoch ein, immerhin 25 Prozent aber als hoch. Etwas stärker schätzen die Teilnehmer die Veränderungskompetenz in ihrem Unternehmen ein, sie wird von zwei Prozent als sehr hoch und von 38 Prozent als hoch beurteilt.

Die geringsten Hürden für Neuerungen liegen offenbar in organisatorischen Rahmenbedingungen. 55 Prozent schätzen sie als sehr hoch oder hoch ein. Insgesamt attestieren die Studienautoren Firmen allerdings nur eine mäßige Veränderungsfähigkeit. Viele CEOs halten diese Fähigkeit zwar für wichtig, doch nur wenige messen sie.

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