Überforderte Manager

Führung: Mittelmaß ruiniert Unternehmen

15. November 2013
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Führungskräfte der unteren und mittleren Ebene sind ihren Aufgaben oft nicht ­gewachsen, wie eine weltweite Studie unter 300 Personal-Managern zeigt.

Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer (59 Prozent) gab an, dass eine schwache operative Führungsebene zu mehr Wechseln der Manager oder ihrer Teammitglieder führte. Noch mehr Befragte (65 Prozent) berichteten von einem Produktivitätsrückgang und verringertem Engagement von Teammitgliedern. 26 Prozent der HR-Manager sagten, ihr Unternehmen arbeite wegen schwacher Führungskräfte weniger rentabel.

Wolfgang Dörfler, DDI: "Firmen haben Defizite in Sachen Führungskräfteentwicklung."
Wolfgang Dörfler, DDI: "Firmen haben Defizite in Sachen Führungskräfteentwicklung."
Foto: DDI

„Immer wieder zeigen Studien die Misere unterer und mittlerer Führungskräfte. Unternehmen investieren zwar in die Führungskräfte-Entwicklung, haben aber nach wie vor beträchtliche Defizite", meint Wolfgang Dörfler, Geschäftsführer der Talent-Management-Beratung Development Dimensions International (DDI), die zusammen mit dem amerikansichen Personalerportal HR.com und dem Institute for Human Resources die Studie erstellte.

Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) stuften den Mangel an zwischenmenschlichen Fähigkeiten als Hauptgrund für das Versagen von Führungskräften ein. Kompetenzen wie Zuhören, Empathie zeigen und Mitarbeiter in Entscheidungen einbinden sorgen laut Studie dagegen dafür, dass Chefs enge Beziehungen zu ihren Teams aufbauen und ihre Arbeit erfolgreich erledigen.

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