Analysten-Kolumne

Fünf Wege aus der Projektkrise

27. August 2008
Von Claus Herbolzheimer und Dirk Möbus
Meistens fehlt ein integriertes Managementkonzept, das alle Projektaktivitäten konsequent auf den Go-live-Termin ausrichtet. Mit einer richtigen Steuerung lassen sich dagegen Risiken vermeiden und selbst Krisensituationen noch erfolgreich meistern.
Projektmanager Claus Herbolzheimer: "Zwischen Projektauftraggeber und Dienstleister muss klar sein, welche Ergebnisse das Projekt zu liefern hat."
Projektmanager Claus Herbolzheimer: "Zwischen Projektauftraggeber und Dienstleister muss klar sein, welche Ergebnisse das Projekt zu liefern hat."

Zahlreiche Großprojekte in der IT scheitern, liefern unvollständige Ergebnisse oder überziehen ihr Kosten- oder Zeitbudget. Darunter leidet häufig die Reputation des gesamten Unternehmens, ganz abgesehen von finanziellen Schäden. Gerade bei Projekten mit hoher Öffentlichkeitswirkung, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Einführung neuer, komplexer Technologien oder bei öffentlichen Aufträgen, ziehen derartige Misserfolge oft erhebliche Vertrauensverluste bei potenziellen Kunden nach sich und wirken sich so negativ auf zukünftige Umsätze aus.

Projektmanager Dirk Möbus: "Es empfiehlt sich, die erwarteten Rollen vor Projektbeginn genau zu beschreiben."
Projektmanager Dirk Möbus: "Es empfiehlt sich, die erwarteten Rollen vor Projektbeginn genau zu beschreiben."

Im Unternehmen selbst führen gescheiterte ProjekteProjekte neben dem fehlenden Payback aus der Projektinvestition vor allem dazu, dass Mitarbeiter die Motivation verlieren und die Einstiegs- und Überzeugungshürden für den Start weiterer Projektvorhaben höher werden. In extremen Fällen drohen zudem Vertrags- und Konventionalstrafen, wenn Leistungen, die Kunden und Partnern zugesichert wurden, nicht zum vereinbarten Stichtag erbracht werden können. Alles zu Projekte auf CIO.de

Angesichts dieser Risiken stellt sich die Frage, wie ein Scheitern vermieden, beziehungsweise selbst Krisensituationen noch erfolgreich gemeistert werden können. Dabei sind im Wesentlichen fünf Maßnahmenbereiche von Bedeutung:

  • Erwartungs- und Scope-Management

  • Projektplanung und –steuerung

  • Risikomanagement

  • Top-Management-Reporting und Projektmarketing

  • Ressourcen-Management