Mit Web 2.0 das Unternehmen öffnen

Grenzen sprengen, Innovationen vorantreiben

15. Februar 2008
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen können innovative Geschäftsmodelle künftig nur dann adäquat umsetzen, wenn sie Lieferanten, Geschäftspartnern und Kunden in ihr Netzwerk einbeziehen. Traditionelle Beschränkungen müssen offenen Organisationsformen weichen, um neue Möglichkeiten bei der Zusammenarbeit, etwa in Form von Blogs und Wikis, auszuschöpfen. Eine wesentliche Rolle kommt in diesem Zusammenhang der Informations-Technologie, speziell Social Software und Web-2.0-Anwendungen zu. Das geht aus einer Markteinschätzung der Analysten von Gartner hervor.

Bisher erfolgreiche Geschäftsmodelle stoßen inzwischen vermehrt an ihre Grenzen. Zum Beispiel lassen sich Geschäftsprozesse nur bis zu einem bestimmten Grad automatisieren und damit effizienter und kostengünstiger gestalten.

Antworten auf Veränderungen finden

Diese Entwicklung fällt mit dem verstärkten Einfluss von den in Social Software enthaltenen Web-2.0-Technologien zusammen. Diese werden auf lange Sicht sowohl die Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen verändern und den Aufbau neuer Geschäftsprozesse und -modelle vorantreiben.

Den Analysten zufolge sind Firmen schon heute gefordert, sich auf diese Aufgaben vorzubereiten und eine Antwort auf die künftigen Veränderungen in der Geschäftswelt zu finden. Konkret bedeutet dies, sich verstärkt geschäftlichen und sozialen Netzwerken zu öffnen und die Zusammenarbeit mit diesen zu organisieren.

IT spielt zentrale Rolle

Dabei spielt laut Gartner-Analyst Nikos Drakos die Informations-Technologie eine zentrale Rolle. Diese schaffe nämlich erst die Voraussetzung Kunden, Partner und interne Abteilungen miteinander zu vernetzen und somit deren Zusammenarbeit zu verbessern. Nach seinen Schätzungen sollen im Jahr 2009 bereits 60 Prozent aller IT-Projekte einen kollaborativem Ansatz verfolgen.

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