Flüssigkeitsschaden

Hilfe beim iPhone-Killer Nummer eins

03. August 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Experten halten Flüssigkeiten für den häufigsten iPhone-Killer. Besonders ärgerlich ist das, weil die Garantie solche Schäden nicht abdeckt.

Experten halten Flüssigkeiten für den häufigsten iPhone-Killer. Besonders ärgerlich ist das, weil die Garantie solche Schäden nicht abdeckt.
von Moritz Jäger, CIO

Legt man das feuchte iPhone mindestens einen Tag in eine Schale mit Reis, hat man Chancen, es so zu retten und wieder benutzen zu können.
Legt man das feuchte iPhone mindestens einen Tag in eine Schale mit Reis, hat man Chancen, es so zu retten und wieder benutzen zu können.
Foto: pizuttipics - Fotolia.com

Viele können aus dem Bekanntenkreis oder sogar aus eigener Erfahrung eine Geschichte von einem iPhone mit Flüssigkeitsschaden erzählen. Dem einen fällt es in die Badewanne, dem anderen in die Toilette, ein Dritter nimmt es mit auf den Kanutrip und kentert. Tom Kaneshige von unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com nennt Flüssigkeiten den iPhone-Killer Nummer eins. Besonders lang werden die Gesichter der Benutzer spätestens beim Besuch im Apple-Laden, denn bei Flüssigkeitsschäden greift die Garantie des Herstellers nicht.

"Flüssigkeitsschäden sind nicht durch die Garantie abgedeckt", heißt es in großen Buchstaben auf der Apple-Internetseite. Seit 2006 baut der Hersteller Wassersensoren in seine iPhones und iPods. Beim iPhone färbt sich der Sensor rot oder rosa, wenn das Gerät mit einer Flüssigkeit in Kontakt gekommen ist. Die Methode zur Erkennung von Wasserschäden hat der US-Konzern sich patentieren lassen. Das 2010 beantragte Patent wurde Apple Anfang Juli dieses Jahres zugesprochen.

Vielen Menschen ist überhaupt nicht bewusst, wie empfindlich ihr iPhone bei Feuchtigkeit reagiere, erzählt ein Ty Shay im Gespräch mit unserer Schwesterpublikation CIO.com. Shay ist Marketingleiter bei einem Anbieter von Garantieverlängerungen und hat den US-Kollegen einige ihm bekannte Szenarien geschildert, in denen iPhone-Besitzer ihr Gerät geflutet haben:

4 Szenarien

1. So kommt es zum Beispiel immer wieder vor, dass Menschen ihr iPhone im Badezimmer liegen lassen. Duscht jemand, kann der Wasserdampf das iPhone beschädigen. Deshalb sollte man das Gerät lieber nicht ins Bad mitnehmen.

2. Wer am Strand nicht auf sein iPhone verzichten kann, sollte es in einem verschließbaren Plastikbeutel transportieren. Denn ohne diesen Schutz können auslaufende Trinkflaschen oder die Sonnencreme einen Flüssigkeitsschaden verursachen. Auch das Kondenswasser gekühlter Wasserflaschen kann dem iPhone schaden, so die Expertenmeinung.

3. Im Restaurant das iPhone vor sich auf den Tisch zu legen, ist nicht nur gegenüber der Begleitung unhöflich. Schüttet man ein Getränk über das Gerät, kann noch ein Flüssigkeitsschaden dazukommen.

4. Wegen der Musik und der vielen Sport-Apps möchten iPhone-Besitzer oft auch beim Workout nicht auf ihr Gerät verzichten. Auch hier raten Experten zu einer wasserdichten Hülle, da sonst Schweiß in das Gerät eindringen könnte.