Studie über Ursachen

Hohe Arbeitsbelastung führt zu Depression

28. Juli 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Forscher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin haben einen Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung und Depressionen bestätigt. Die Studie widerlegt allerdings, dass durch zu geringen Handlungsspielraum im Job das Risiko steigt.
Foto: MEV Verlag

Immer häufiger führen Depressionen dazu, dass Menschen arbeitsunfähig werden. Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat nun untersucht, welchen Einfluss Arbeitsbedingungen bei der Entstehung von Depressionen haben.

Das Kernergebnis lautet: Je höher die objektive Arbeitsbelastung ist, desto häufiger treten sowohl Depressionen als auch depressive Verstimmungen bei Beschäftigten auf.

Anders verhält es sich beim Tätigkeitsspielraum. Hier konnte nicht bestätigt werden, dass die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken steigt, je geringer der Handlungsspielraum im Job ist. Möglicherweise schätzen aber von Depressionen Betroffene ihren Tätigkeitsspielraum als geringer ein als er tatsächlich ist, heißt es.

Die Studienautoren bemängeln an früheren Studien, die den Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und Depressionen hergestellt haben, dass Befragte in den meisten Fällen sowohl Arbeitsbedingungen als auch ihren Gesundheitszustand bewerteten. So eine Vorgehensweise würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen hergestellt wird.

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