Produkte und Strategien der Hersteller

Internet of Things bei Google, HP, IBM, SAP, Siemens

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Im Zukunftsmarkt des Internet of Things (IoT) bringt sich nahezu jeder große IT-Hersteller in Stellung. Manchmal ist der Marktzugang nachvollziehbar, manchmal werden auch Nebelkerzen geworfen und vorhandene Produkte umdefiniert. Wir geben einen Überblick über die Strategien der wichtigsten Player.

Die StrategienStrategien der großen IT-Hersteller zu verstehen, ist nicht ganz einfach, zumal der Begriff IoT selbst alles andere als präzise ist und sich kaum von Begriffen wie Industrie 4.0Industrie 4.0 oder Machine-to-Machine-Kommunikation abgrenzen lässt. Am Ende geht es immer um die intelligente Vernetzung von Objekten via Internet und die Analyse von Daten, die auf diese Weise eingesammelt werden. Unternehmen lernen beispielsweise das Nutzungsverhalten ihrer Kunden zu verstehen, wenn verkaufte Geräte Informationen zurückspielen. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de Alles zu Strategien auf CIO.de

Sie lassen sich Zustandsdaten von Maschinen und Anlagen aus Kundenumgebungen aggregieren und etablieren darum herum neue Servicemodelle. Oder sie bringen ihre Lager-, Fuhrpark- oder sonstige Logistik auf Vordermann. Produkte und Plattformen dafür gibt es inzwischen eine Reihe, doch oft ist für Kunden nicht einfach zu erkennen, was in den Verpackungen steckt.

Altbekannte Angebote aus der Welt der Embedded Systems werden mit einem schmucken IoT-Label versehen, ohne dass sich besonders viel verändert hätte. Doch der Aktionismus der Anbieter ist verständlich: Momentan werden die Märkte aufgeteilt - auch wenn die Produkte oft noch gar nicht reif sind. Die Vielzahl an Kooperationen und Verbandsinitiativen macht es dem neutralen Betrachter nicht leichter, ein klares Bild zu gewinnen.

Spannend ist der Markt auch deswegen, weil neben den großen IT-Playern klassische Industriekonzerne wie SiemensSiemens, BoschBosch, ABBABB oder General Electric ein Stück vom Kuchen möchten. Mit ihren Erfahrungen im Engineering und im Product-Lifecycle-Management (PLM) fühlen sie sich gut gewappnet - und sie müssen etwas tun, denn die nächste Wertschöpfungsstufe in der Automatisierungstechnik wird über die Digitalisierung erreicht. Hinzu kommen viele spezialisierte Anbieter und Startups. Ihnen fehlt es zwar meist an der kritischen Größe, aber sie haben den Vorteil, unbelastet von einem etwaigen Bestandsgeschäft disruptiv agieren zu können. Wir haben uns einige Player im IoT-Geschäft einmal genauer angesehen. Top-500-Firmenprofil für ABB Top-500-Firmenprofil für Bosch Top-500-Firmenprofil für Siemens

Wachstumsmarkt IoT

Die Analysten von BI Intelligence prophezeien dem IoT-Markt ein rasantes Wachstum bis 2019. Für die Weltwirtschaft werde sich bis dahin ein Mehrwert von 1,7 Billionen Dollar ergeben, der sich aus Hardware-, Software- und Installationsumsätzen, Management-Services sowie Effizienzgewinnen in den anwendenden Unternehmen errechne.

6,7 Milliarden Devices sollen 2019 im IoT eingesetzt sein, doch das entspreche nur rund acht Prozent des IoT-Markts. Den Löwenanteil des Geschäfts machen demnach Software- und Infrastrukturanbieter. Der Enterprise-Sektor soll mit 46 Prozent den größten Anteil des IoT-Markts ausmachen, doch auch im Consumer-Bereich und in Behörden soll das Geschäftsvolumen stark ansteigen.

Die Studie kostet 395 Dollar und kann hier bestellt werden

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