3 Aufgabenfelder

IT-Altlasten für die Digitalisierung beseitigen

Dr. Oliver Laitenberger leitet bei der Managementberatung Horn & Company das Kompetenzzentrum Digitalisierung und Technologie.
Die wesentlichen Stellgrößen haben sich auch im Zeitalter der Digitalisierung nicht verändert: Organisation, Prozesse, Architektur. Ist das alter Wein in neuen Schläuchen? Mitnichten.

DigitalisierungDigitalisierung verändert viele bewährte und aktuell noch erfolgreiche Geschäftsmodelle. Das Gespenst von "Kodak" geht um und zeigt, dass der "Digitaler Darwinismus" längst nicht mehr nur die anderen Branchen betrifft sondern in Unternehmen aller Branchen Einzug gehalten hat. Die gute Nachricht lautet, dass die meisten Unternehmensverantwortliche darauf reagieren. Die schlechte Nachricht ist, dass vielerorts Ratlosigkeit herrscht, was zu tun ist und wie "Digitalisierung" funktioniert. Für digitale Transformationsprozesse fehlen derzeit noch die Kochrezepte. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

IT - ein Buch mit sieben Siegeln

Zum Leidwesen vieler Verantwortlicher hat Digitalisierung am Ende immer etwas mit Informationstechnik zu tun. Zum Leidwesen deshalb, da Informationstechnik für viele Top-Entscheider noch immer ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. Zudem wurden in der Vergangenheit nicht immer alle IT-Hausaufgaben gemacht. In vielen Unternehmen haben sich so immense Altlasten in Form von "technische Schulden" angehäuft.

Insofern ist neben der digitalen Weichenstellung auf strategischer Ebene auch ganz operativ ein Aufräumen in der Informationstechnik angesagt. Im übertragenen Sinne gilt es deshalb im wahrsten Sinne des Wortes, die F-IT-ness der IT für die anstehenden Digitalisierungsaufgaben fest zu stellen und zu steigern.

IT-Housekeeping für den digitalen Wandel

Viele Entscheidungsträger beklagen sich, dass die IT-Budgets, auch ohne Digitalisierung, bereits signifikante Höhen erreicht haben. Möglich machen dies die historischen Altlasten. Sie sorgen dafür, dass der überwiegende Anteil der IT-Budgets (oft bis zu 70 Prozent) für Management und Betrieb von existenten Anwendungs- und Infrastrukturlandschaften konsumiert wird. Für Veränderungsprojekte der Digitalisierung verbleiben deshalb oft nur ca. 30 Prozent des IT-Budgets.

Erfahrungsgemäß ist auch der Anteil nicht gänzlich frei gestaltbar. Großprojekte mit mehrjähriger Laufzeit finanzieren sich ebenso aus diesem Topf wie erforderliche gesetzliche bzw. regulatorische Vorgaben. Beides nagt an den freien Gestaltungsmöglichkeiten und schränkt die Möglichkeiten zur aktiven Veränderung im Zuge der Digitalisierung signifikant ein.

Unter dem Strich steht deshalb oft zu wenig Budget für die Digitalisierung zur Verfügung. Für viele Unternehmen gilt es deshalb

  1. entsprechende budgetäre Freiräume für Digitalisierung durch Optimierung insbesondere des IT-Betriebs zu schaffen und

  2. den gewonnenen Gestaltungsspielraum im Zusammenspiel von Geschäft und Informationstechnik für die Digitalisierung maximal zu nutzen.

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