Warten auf den Frühling

IT-Ausgaben des Mittelstands gesunken

11. Februar 2005
Von Ingo Butters
Vor allem saisonal bedingt ist der IT-Mittelstandsindex im Januar im Vergleich zum Vormonat gefallen. Und zwar in allen Bereichen: Sowohl was Umsatz und Umsatzerwartungen angeht, als auch die aktuellen und geplanten IT-Investitionen. Dass es in den nächsten drei Monaten wieder aufwärts geht, davon ist der Mittelstand aber nach wie vor überzeugt.

Der Umsatz-Index fiel im Vergleich zum Dezember um neun Zähler auf nunmehr 102 Punkte. Damit bewegt sich das Konjunkturbarometer des Mittelstands auf dem niedrigem Vorjahresniveau. Etwas besser als im vergangenen Jahr schätzen die Mittelständler dagegen die Umsatzentwicklung für die nächsten drei Monate ein: Im Januar 2005 liegt der Wert bei 118 Punkten.

Das Klima im Mittelstand: kühl wie die Jahreszeit.
Das Klima im Mittelstand: kühl wie die Jahreszeit.

Entsprechend den Erwartungen für das Frühjahr plant der Mittelstand in den nächsten drei Monaten weitere Investitionen in die IT: Der Indikator für geplante IT-Ausgaben liegt bei 119 Zählern. Mittelständler mit künftig wachsenden IT-Budgets überwiegen also noch.

Im Januar war davon allerdings wenig zu spüren: Der Index der tatsächlich realisierten IT-Ausgaben sank, wie die Umsätze, in dem Monat um elf auf 106 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahr, als sich dieser Index sogar im Negativbereich bewegte, stellt sich die Situation aber insgesamt verbessert dar.

Besonders spendierfreudig beim Thema IT waren im Januar die Versorgungsunternehmen. Sie profitierten vom Kälteeinbruch, der den Energieverbrauch in die Höhe trieb. Auch Dienstleister und IndustrieIndustrie haben ihre IT-Budgets erhöht. Öffentlicher und Non-Profit-Sektor sowie das Finanzgewerbe haben dagegen für IT nicht mehr ausgegeben. Top-Firmen der Branche Industrie

Rückgänge im Hardware-Segment

Unterschieden nach Segmenten steht der IT-Kommunikationsmarkt - noch - gut da: Zwar wurde auch hier im Januar weniger Geld investiert, dafür stieg aber der Index der geplanten Ausgaben an. Der Bedarf scheint vor allem von der wachsenden Nachfrage nach Switches generiert.