Erschütterungen im BPO-Markt

IT-Dienstleister vor Übernahmewelle

21. Oktober 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
In drei Jahren wird einer von vier großen Anbietern von Business Process Outsourcing nicht mehr existieren. Wie Sie herausfinden, ob ihr Anbieter schwächelt, verrät Gartner.

Ein Viertel der großen Anbieter von Business Process OutsourcingOutsourcing wird bis 2012 nicht mehr als unabhängige Einheit existieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts Gartner. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Der Markt wird sich durch Übernahmen, Marktaustritte und den Aufstieg neuer Anbieter verändern. Die Experten empfehlen, bei der Bewertung von BPO-Anbietern auf Warnsignale zu achten, um das Risiko zu verringern. Gartner hat sechs dieser Anzeichen definiert, welche auf bevorstehende Erschütterungen im Markt hinweisen und aufzeigen, welche BPO-Anbieter Gefahr laufen, übernommen zu werden oder ganz vom Markt zu verschwinden.

1. Chronisch unprofitables Portfolio

Einige BPO-Provider schleppen unprofitable Vertrags-Portfolios mit sich herum. In solchen Verträgen wollen Anbieter häufig zu vieles zu früh erreichen. Der Experten-Tipp: Den Provider nach Verträgen fragen, die in Aussicht stehen. Die meisten werden zurückhaltend reagieren. Doch wem es an einer langfristigen Partnerschaft liegt, der wird Auskunft geben.

2. Unfähigkeit, das Geschäft zum Wachsen zu bringen

Man sollte sich unbedingt darüber informieren, was der Anbieter in den vergangenen zwei bis drei Jahren geleistet hat. Beim Outsourcing ist besonders wichtig, dass ein Anbieter nicht überfordert ist, wenn er es mit mehr als einem Kunden gleichzeitig zu tun hat. Ist der Anbieter gerade kaum aktiv, könnte das misstrauisch machen.