Von Sicherheit bis SOA

IT-Trends 2005

04. Januar 2005
Von Thomas Zeller
Das Unwort des Jahres 2004 könnte für viele IT-Manager der Begriff Konsolidierung sein. In diesem Jahr sollen die IT-Budgets jedoch endlich wieder deutlich zulegen. Verschiedene Marktforscher wie IDC, Gartner oder Forrester identifizieren jedoch unterschiedliche Wachstumsbereiche. Eine Zusammenfassung liefert nun einen Überblick über die IT-Trends 2005.

Besondere Bedeutung wird in diesem Jahr das Thema Sicherheit erlangen. Dabei richten viele Firmen ihr Augenmerk auf die Entwicklungen in der Microsoft-Konzernzentrale in Redmond. Angekündigt sind allein von dieser Seite eine Reihe neuer Produkte, die bestehende Systeme deutlich besser schützen sollen.

Gleichzeitig werden auch die Netzwerk- und Storage-Firmen neue Sicherheitsfunktionen in ihre Produkte integrieren. Ein Beispiel ist die Übernahme von Protego, einem Spezialisten für Sicherheitsapplikationen bei Netzwerken, durch Cisco. Auch bei den Lösungsanbietern wird sich die KonsolidierungKonsolidierung weiter fortsetzen. Größere Anbieter entfernen sich weiter von ihrem Kernbereich. Jüngstes Beispiel ist der Kauf von Veritas durch Symantec. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

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IT-Sicherheit ist nicht der einzige Grund, warum sich die IndustrieIndustrie in diesem Jahr auf MicrosoftMicrosoft fokussieren wird. Das Unternehmen wird 2005 die nächste Version seiner Entwicklungs-Software Visual Studio und der SQL-Server-Datenbank veröffentlichen. Bereits seit 2001 ranken sich Gerüchte über eine Datenbanklösung mit zahlreichen Erweiterungen im Bereich Business IntelligenceBusiness Intelligence, Administration und Sicherheit. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de Alles zu Microsoft auf CIO.de Top-Firmen der Branche Industrie

Zudem soll Ende 2005 die erste funktionsfähige Beta-Version von Longhorn, dem neuen Microsoft-Betriebssystem auf den Markt kommen. Im Gegensatz zu früheren Betriebssystemen soll die Software deutlich sicherer sein. Weitere Neuheiten sind eine integrierte Web Services Architektur (Indigo) und ein neues grafisches Untersystem (Codename Avalon). Das neue Betriebssystem wird jedoch nicht WinFS, ein angekündigtes Dateisystem einhalten.

Open-Source-Anbieter schlagen zurück

Trotz dieser Produktoffensive wird Microsoft weiterhin von Open-Source-Alternativen bedrängt. Nach IDC-Angaben werden die Umsätze mit Linux-Angeboten (Desktop, Server, etc…) bis 2008 auf 35 Milliarden US-Dollar steigen. Ein besonderes Augenmerk verdient dabei der aufstrebende Markt für Open-Source-Datenbanken. Bisher argumentierten etablierte Anbieter, dass sich Open-Source-Lösungen nicht für Unternehmen eignen würden. Mit der neuen Version der MySQL-Software dürfte sich das jedoch nach Meinung der Analysten ändern.

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