Cloud Computing


Kritik an Vendoren

Konfuse Marketing-Versprechen zur Private Cloud

11. Juli 2012
Von Michael Kallus
Anbieter stellen die Private Cloud oft als Weg dar, Infrastruktur loszuwerden - was zu Missverständnissen führt, wie IT-Chefs laut Freeform Dynamics bemängeln.
Jeder dritte Teilnehmer kann der Definition der Private Cloud von Freeform Dynamics aus Erfahrung zustimmen.
Jeder dritte Teilnehmer kann der Definition der Private Cloud von Freeform Dynamics aus Erfahrung zustimmen.
Foto: Freeform Dynamics

Alles begann mit einem Etikettenschwindel. Einige große Software-Häuser entwickelten vor einigen Jahren eine Infrastruktur mit besonders flexiblen Fähigkeiten. Um das griffig zu umschreiben, gaben sie der Infrastruktur einfach das Etikett "Cloud" - weil ihre Fähigkeiten stark mit denen der Public Cloud korrespondierten. So wurde "Private Cloud" salonfähig.

Die Anlehnung an die Public Cloud stiftet jedoch bis heute viel Verwirrung. Denn sie suggeriert, dass die Privat Cloud den Unternehmen hilft, einen Teil ihrer Infrastruktur einzusparen. Wie bei der Public Cloud. Das ist jedoch ein Irrtum, sagen die Autoren der Studie "Privat Cloud in Context - What´s it for an where does it fit?" von Freeform Dynamics, die MicrosoftMicrosoft gesponsert hat. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Private Cloud bündelt Ressourcen

Die Private Cloud ist viel mehr eine ausgeklügelte Form von VirtualisierungVirtualisierung als eine Cloud. Denn ihre Grundidee liege darin, eine Reihe von Servern und Ressourcen wie Speicher und NetzwerkeNetzwerke zu bündeln, um eine einheitliche Plattform zu erhalten. Auf dieser Plattform lässt sich dann eine Vielzahl von Workload-Typen gleichzeitig und standardisiert ausführen. Alles zu Netzwerke auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Dieser Definition hat ein Großteil der 570 teilnehmenden IT-Verantwortlichen und Führungskräfte zugestimmt. Und sie sprechen aus Erfahrung, so die Studienautoren. Fast 60 Prozent von ihnen betreiben bereits eine Private Cloud, weitere 20 Prozent planen ihren Einsatz. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen betreiben zwischen 50 und 5000 Server und 25 Prozent mehr als 5000 Server.