IBM, BEA und Oracle bleiben vorn

Markt für Ressourcen-Software mit neuen Chancen

30. Juni 2004
Von Detlef Scholz
Der Markt für Ressourcensoftware ist im vergangenen Jahr weltweit um 4,4 Prozent gewachsen. Das Volumen betrug damit sieben Milliarden Dollar. Dies folgt aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens IDC.

Die Erlöse beinhalten sowohl Einkommen aus neuen Lizenzen als auch Folgeeinnahmen aus dem Lizenzgeschäft vorangegangener Jahre. Für 2004 sagt IDC ein weltweites Wachstum im Ressourcen-Software-Markt von knapp vier Prozent bezogen auf das Vorjahr voraus.

Die Rangliste der im Bereich Ressourcen-Applikationen führenden Unternehmen hat sich 2003 gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. IBMIBM, BEA und OracleOracle haben Marktanteile von rund 36, zwölf respektive sechs Prozent. Alle drei konnten ihren Anteil vergrößern. IBMs anhaltende Stärke führen die Analysten auf die weit verbreiteten IBM-Applikationen im Mail-Server- und Middleware-Bereich zurück. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de

Vor allem im Middleware-Sektor wird sich der Wettbewerb verschärfen.
Vor allem im Middleware-Sektor wird sich der Wettbewerb verschärfen.

Im Segment Linux- und Unix-basierter Anwendungen hat weiterhin BEA die Nase vorn. Allerdings konnte Oracle hier enorm zulegen. Das Unternehmen wuchs dreimal so stark wie der Durchschnitt dieses Marktsektors.

IDC prognostiziert für das Marktsegment Ressourcen-Software ein jährliches Wachstum von mehr als vier Prozent bis 2008. Hauptantrieb für diese Entwicklung ist die anhaltende Beliebtheit heterogener IT-Umgebungen. IBMs Mainframe- und OS400-Systeme, die im Middleware-Bereich die Vorherrschaft des Unternehmens begründen, werden nach und ersetzt. Dadurch ergeben sich Chancen für alle übrigen Wettbewerber, so die Marktforscher.

Heterogene IT-Umgebungen werden immer beliebter.
Heterogene IT-Umgebungen werden immer beliebter.

Als weiteren Treibsatz für das Marktwachstum nennt IDC den Trend zu voll funktionalen Plattformen bei professionellen Entwicklern und zugehörigem Management. Anbieter, die schon heute leicht zu bedienende Anwendungs-, Web- und Integrationsserver kombinieren, haben im betrachteten Zeitraum die besten Chancen.

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