Thin Clients

Nicht dick und gar nicht doof

02. Dezember 2004
Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Nach IDC-Angaben wird der Markt für Thin Clients 2005 um 22 Prozent wachsen. Die jüngste Generation des abgespeckten Desktops vereinigt die Vorteile einer zentralen Steuerung mit neuester Technologie.

EINE FABRIK, in der Autos gefertigt werden, ist nicht gerade die gesündeste Umgebung für einen Computer. Am Standort Rastatt, wo Daimler-Chrysler die Mercedes-AKlasse baut, stehen gleich 70 Stück. Um den Arbeitern einen kurzen Weg zum Firmenportal zu ermöglichen, stellte die IT-Abteilung auch in den Produktionshallen Zugangsgeräte auf. Anstelle von PCs beschlossen die Verantwortlichen, Thin Clients anzuschaffen. Drei Kriterien sprachen dafür: Zum einen die Kosten. Sowohl die Anschaffung als auch der Betrieb der Rechner sind günstig im Vergleich zu herkömmlichen PCs. „Fast noch wichtiger war allerdings der Umstand, dass die Geräte wesentlich sicherer und einfacher zu bedienen sind“, sagt Oliver Schäfer, IT-Projektleiter am Standort. Nicht zuletzt überzeugte auch die unkomplizierte Möglichkeit, Mitteilungen oder Formulare sicher und problemlos auszudrucken.

Die Sicherheit der Thin Clients hat zwei Seiten. Die Hardware ist äußerst robust, denn es gibt keine mechanischen Bauteile wie Festplatte, Diskettenlaufwerke oder Lüfter. Nicht einmal ein externes Netzteil haben die in Rastatt laufenden Geräte des Bremer Anbieters Igel Technology. Darüber hinaus muss sich vor Ort niemand den Kopf über Viren, Würmer oder Softwareprobleme zerbrechen. Den Fabrikarbeitern steht lediglich ein Browser zur Verfügung, über den sie sich im Mitarbeiter-Portal anmelden. Ungeliebte Software-Downloads, das Aufspielen mitgebrachter Programme oder eigenmächtige Konfigurationen sind schon gar nicht erst möglich.

Das Konzept des serverbasierten Computing war in den vergangenen Jahren durch PCs und die Client-Server- Architektur verdrängt worden. Mit einer neuen Generation von Frontrechnern wollen die Hersteller nun das verlorene Terrain zurückerobern. „Die heutige Technologie ist eine Verbindung dessen, was uns die PC-Welt gebracht hat, mit den Vorzügen aus der alten Welt der Host-Rechner“, erläutert die Marketing-Chefin von Wyse Technology in Deutschland, Ulrike Walther.

Niedrige Total Cost of Ownership

„Die Thin Clients sind eine großartige Lösung für eine ganze Palette von Aufgaben“, bestätigt Bob O’Donnell, Director für den Bereich Personal Technology beim Marktforschungshaus IDC. „Sie bieten mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und niedrigere Total Cost of Ownership (TCOTCO) als der PC.“ Alles zu TCO auf CIO.de

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