Flexibel mit VoIP

Nie mehr Festnetz-Telefonie

05. Februar 2007
Von Thomas Mach/CW.at
Man kann die Sache drehen und wenden wie man will: An Voice over IP (VoIP) kommen Unternehmen ab einer gewissen Größe und einem entsprechenden Gesprächsaufkommen kaum noch vorbei, wenn sie die Vorteile günstiger Telefonie und einer einheitlichen Netzinfrastruktur für Sprache und Daten nutzen wollen.

Zwar finden sich heute diverse Möglichkeiten, nicht mehr auf klassisches Festnetz zu setzen und die Anbieter werden nicht müde, die Vorteile von Voice over IP zu betonen. Dennoch schrecken nach wie vor viele Unternehmen vor dem Einsatz zurück. Das wiederum liegt unter anderem an den Schwierigkeiten, die eine unternehmensweite VoIP-Einführung mit sich bringt.

Denn viele derartige Projekte scheiterten in den letzten Jahren, oft wird auch die Realität den zuvor gehegten Wünschen nicht gerecht. Dabei gibt es bereits seit geraumer Zeit verschiedene Möglichkeiten, von derartigen Problemen verschont zu bleiben. Etwa Managed- beziehungsweise Hosted-IP-PBX-Anlagen. In beiden Fällen wird die TK-Anlage von einem Service-Provider betrieben und gewartet. Unabhängig davon, ob sich der Call Control-Server samt Applikations-Server physikalisch noch beim Anwender befindet oder im RechenzentrumRechenzentrum des Dienstleisters steht, mieten die Anwender lediglich eine Anzahl von Ports mit einem vereinbarten Funktionsumfang an. Je nach Anforderung kann die Menge der Anschlüsse erhöht oder gesenkt werden, was - wenn auch nur in einem bestimmten Rahmen - zu einer höheren Flexibilität führt. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Wenig Aufwand, transparente Kosten

Für eine Outtasking- beziehungsweise Outsourcing-Lösung sprechen auf der finanziellen Seite geringere Setup-Investitionen, keine Wartungskosten, dafür möglicherweise höhere laufende Servicegebühren als im Eigenbetrieb. Auch eine Erweiterung ist prinzipiell möglich und eventuell sogar mit weniger Risiko und Komplikationen verbunden, wenn auch auf Kosten einer schnellen Umsetzung.

Andererseits kann sich die interne IT-Abteilung bei Abgabe der Kontrolle auf das Wesentliche konzentrieren. Ein mögliches Argument gegen eine Hosting-Lösung ist die fehlende Unterstützung bei Problemen, die im LAN auftreten - hier ist ein Unternehmen mit einem Dienstleister im Vorteil, der diesen Bereich bereits als Managed Services betreut. Wie Alexandra Ernst, Leiterin Produkt-Management VoIP im EMEA-Raum bei Verizon Business, berichtet, entschieden sich für die Managed-Version häufig Kunden - typischerweise mit mehr als 200 Anwendern je Niederlassung, die bereits eine IP-PBX gekauft haben oder die Hardware unbedingt im Haus behalten wollen.