CIOs befürchten schlechte Qualität beim Dienstleister

Probleme beim Outsourcing

19. Mai 2005
Von Dorothea Friedrich
Große Bedenken haben zahlreiche CIOs gegenüber der Auslagerung von Geschäftsprozessen. Sie fürchten, dass der Dienstleister ihren Qualitätsansprüchen nicht genügt. Und sie glauben, dass Fachkenntnisse im eigenen Unternehmen verloren gehen. Das ist der Ergebnis einer Umfrage von CIO-Online.

Fast die Hälfte aller Umfrage-Teilnehmer fürchtet, dass der Dienstleister mangelnde Qualität liefert. Mehr als ein Drittel glaubt, dass beim OutsourcingOutsourcing in der eigenen Firma wichtiges Knowhow verloren geht. Sicherheitsprobleme sind dagegen nur für neun Prozent der IT-Verantwortlichen ein kritischer Faktor. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Mit Problemen beim Outsourcing haben sich in jüngster Zeit auch einige Studien beschäftigt. So hat das Beratungsunternehmen Gartner herausgefunden, dass knapp die Hälfte aller Verträge nachverhandelt werden. Nicht einmal ein Viertel der Befragten war mit bestehenden Vereinbarungen zufrieden.

CIOs fürchten, dass der Dienstleister schlechte Qualität beim Outsourcing liefert.
CIOs fürchten, dass der Dienstleister schlechte Qualität beim Outsourcing liefert.

Für 29 Prozent fehlte es an klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Verhältnis von Auftraggeber und Dienstleister. 40 Prozent glaubten, sie würden zuviel für die erbrachten Dienstleistungen bezahlen.

Schlechte Erfahrungen überwiegen

Laut einer Studie des Beratungshauses Deloitte haben gar drei Viertel aller Konzerne schlechte Erfahrungen in allen Phasen des Outsourcing-Prozesses gesammelt. Beinahe die Hälfte sagte, durch die Auslagerung von Geschäftsprozessen hätten sich keine Kosteneinsparungen ergeben. Der Management-Aufwand auf Auftraggeberseite sei sogar höher als erwartet. Jedes fünfte Unternehmen gab an, seine Outsourcing-Partner würden keine innovativen Lösungen oder Vorschläge zur Verbesserung bestehender Prozesse liefern.