Steuerberater Zimmermann klärt auf

Rechtliche Grundlagen zum Home Office

23. Juli 2013
Von Klaus Zimmermann
Um das Home Office steuerlich geltend machen zu können, müssen sie nachweislich im Interesse des Arbeitgebers sein. Klaus Zimmermann schildert rechtliche Grundlagen.
Klaus Zimmermann ist als Steuerberater für DHPG in Bornheim tätig.
Klaus Zimmermann ist als Steuerberater für DHPG in Bornheim tätig.
Foto: DHPG

Das Home Office bietet für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlreiche Vorteile. Arbeitgeber können betriebliche Arbeitsplätze auf mehrere Mitarbeiter aufteilen. Die Kräfte halten sich abwechselnd in den Geschäftsräumen auf und arbeiten die verbleibende Zeit in ihrem Home Office. Unter Umständen benötigt der Arbeitnehmer keinen betrieblichen Arbeitsplatz und arbeitet ausschließlich von zuhause oder unterwegs. Die Folge: Arbeitgeber reduzieren ihren Raumbedarf und alle damit verbundenen Kosten.

Dies ist auch von Vorteil wenn Großaufträge anstehen oder eine Geschäftsausweitung geplant ist. Unternehmen können Zusatzgeschäfte abwickeln, ohne gleich in größere Räumlichkeiten umziehen zu müssen. Überschüssige Büroflächen können zu anderen Zwecken genutzt oder vermietet werden. Zudem können Home Offices dem FachkräftemangelFachkräftemangel entgegenwirken. Arbeitgeber können mit einer flexiblen Arbeitsplatzgestaltung punkten und machen den Job auch für weiter entfernt wohnende Kandidaten attraktiv. Sie müssen ihren Lebensmittelpunkt - unter Umständen mit einer eigenen Immobilie - für den Job nicht mehr aufgeben. Alles zu Fachkräftemangel auf CIO.de

Für Arbeitnehmer wiederum entfallen die oft langen Fahrten zur Betriebsstätte. Das spart Zeit, reduziert Kosten und angesichts vieler Staus schont es auch die Nerven. Heimarbeiter können die eigentliche Arbeitszeit oft flexibel gestalten. So lassen sich alltägliche Dinge wie der Handwerkertermin leichter in den Arbeitsalltag einbinden. Doppelte Fahrten zur Betriebsstätte sind passé.

Von einer engen familiären Anbindung, die mit dem Home Office einhergeht, profitieren Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Unternehmen können Mitarbeiter, die sich zwischenzeitlich stärker der Familie verschrieben haben, wieder schneller integrieren. Dazu zählen etwa Mutterschaftsurlaub, Elternzeit oder auch Freistellungen zur Pflege erkrankter Familienangehöriger. Wer keinen Kinderbetreuungsplatz findet, kann mit einem Home Office Familie und Beruf leichter unter einen Hut bringen.