Ungeregelte Verantwortung

Richtige E-Mail-Nutzung bleibt Glücksache

07. Februar 2008
Von Alexander Galdy
Es hat sich nichts geändert: Obwohl E-Mails von Mitarbeitern und Management immer mehr als Produktivitätsfalle betrachtet werden, fühlt sich in den meisten Unternehmen niemand für dieses Thema eindeutig verantwortlich. Zu dieser Erkenntnis kommt der Berater Softrust. Der richtige Umgang mit E-Mails bleibt Chef- und meist auch Glücksache.

Dass sich innerhalb der Firmen-Hierachie niemand um E-Mail-Effizienz kümmert, zeigt sich laut Softrust dadurch, dass über 90 Prozent der ProjekteProjekte in diesem Zusammenhang direkt von der Geschäftsführung angestoßen werden. Dabei stellt die E-Mail-Optimierung für sie selbst keine Kerntätigkeit dar. Geschäftsführer springen nur in die Bresche, weil es keinen anderen gibt, der das Thema von sich aus besetzt. Alles zu Projekte auf CIO.de

Gehandelt wird aber erst, wenn sich die Klagen der Mitarbeiter zu sehr häufen. Dabei sind die Probleme nur zum kleinsten Teil auf die technische Implementierung der Systeme zurückzuführen. Der Großteil resultiert aus der Art und Weise, wie Mitarbeiter mit dem Medium umgehen, also aus Verhaltensweisen.

Der Ärger wächst, die Motivation sinkt

Über die Hälfte der Projekte zur Verbesserung der Effizienz werden von der Firmenleitung initiiert. Dabei handelt es sich um solche Unternehmen, bei denen regelmäßige Befragungen zur Zufriedenheit unter dem Personal durchgeführt werden. Bei diesen Umfragen zeigt sich, dass das Thema E-Mail inzwischen regelmäßig einen der drei vorderen Plätze bei den Punkten belegt, die am meisten demotivieren.

Bei Mitarbeitern, die in Unternehmen arbeiten, die keine regelmäßigen Befragungen durchführen, bestehen wenige Chancen, dass sich kurzfristig etwas ändert und sie effizienter mit E-Mail arbeiten können. Damit hat sich im Vergleich zu vor zwei Jahren im Wesentlichen nichts geändert. Schon damals ergab eine Marktbefragung von Softrust, dass sich trotz erkanntem Handlungsbedarf niemand zuständig sah.