Ziele: PIN, ID und persönliche Daten

Risiko kriminelle Mitarbeiter

18. Februar 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Kollegen und Hacker gefährden die Sicherheit von Unternehmensdaten besonders. Zahlreiche Vorfälle gibt es bei Finanzdienstleistern und im Gesundheitssektor, wie eine KPMG-Studie ergab.
Besonders im Healthcare-Bereich haben Datenklau und Datenverluste inzwischen ein bedenkliches Ausmaß angenommen.
Besonders im Healthcare-Bereich haben Datenklau und Datenverluste inzwischen ein bedenkliches Ausmaß angenommen.
Foto: KPMG

Seit dem Jahr 2007 sind weltweit mehr als 500 Millionen Personen Opfer eines Datendiebstahls geworden oder haben wichtige Daten verloren. Alleine im ersten Halbjahr 2010 waren davon mehr als 15 Millionen Menschen betroffen. So erschreckend diese Zahlen auch sein mögen, die Anzahl der IT-Sicherheitsvorfälle ging im Vergleich zu 2009 um rund ein Viertel zurück. Auf den ersten Blick ist das gute Nachricht. Der zweite Blick trübt jedoch den positiven Eindruck.

Zwar ist die absolute Zahl der Sicherheitsverletzungen rückläufig, doch im Gegenzug steigt pro Vorfall der Umfang der verlorenen oder geklauten Daten. Zu diesen Ergebnissen kommt der "Data Loss Barometer" für 2010 des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG.

25 Prozent mehr Datenklau im Healthcare-Bereich

Laut dem Beratungsunternehmen KPMG müssen sich die Unternehmen in punkto Datensicherheit vor allem vor den eigenen Mitarbeitern in Acht nehmen.
Laut dem Beratungsunternehmen KPMG müssen sich die Unternehmen in punkto Datensicherheit vor allem vor den eigenen Mitarbeitern in Acht nehmen.
Foto: KPMG

Nach Branchen betrachtet, fällt 2010 insbesondere der extreme Anstieg der Sicherheitsverletzungen im Healthcare-Bereich auf. In den ersten sechs Monaten gab es hier insgesamt mehr als 3,8 Millionen Incidents - ein Viertel mehr als 2009.

Den Analysten zufolge müssten in der Branche alle Alarmglocken läuten, da vor allem sensible medizinische Daten, etwa aus elektronischen Patientenakten, gestohlen werden oder verloren gehen. Auch der Öffentliche Sektor leidet verstärkt unter Angriffen. Diese wuchsen um 20 Prozent auf 552.000. Im Bildungsbereich stiegen die Datenraubzüge um 13 Prozent.