Partner statt US-Rivale

SAP schließt Pakt mit dem SAS Institute

24. Oktober 2013
Der Softwarekonzern SAP arbeitet künftig mit seinem US-Rivalen SAS Institute zusammen. Die Unternehmen wollen SAPs Echtzeitdatenbank Hana und die Analyseprogramme der Amerikaner kombinieren, wie sie am Donnerstag mitteilten.

SAS Institute ist einer der führenden Anbieter von besonders leistungsfähiger Analyse-Software und hat sich mit Programmen zur Risikobewertung für Kunden in der Finanzindustrie einen Namen gemacht. Die Zeiten des Quasi-Monopols sind aber lange vorbei. SAPSAP, OracleOracle und IBMIBM haben in den vergangenen Jahren massiv in den das vielversprechende Geschäft investiert. Alles zu IBM auf CIO.de Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

Bislang hatte SAS-Institute-Chef James Goodnight sich eher zurückhaltend zu SAPs neuer Konkurrenz in der schnellen Analyse vom Daten geäußert, die die Walldorfer mit Hana aufbauen. Das sei nicht mit den eigenen Programmen vergleichbar, hatte er in mehreren Interviews betont. SAS setzt auf die Technik des "parallel computing", bei der mehrere Rechner gleichzeitig verwendet werden, um die Analyse zu beschleunigen. SAP verwendet für Hana die sogenannte In-Memory-Technik, bei der die Daten nicht von der Festplatte sondern vom Arbeitsspeicher abgerufen werden und so schneller verfügbar sind.

Nun planen die Unternehmen nicht nur ein gemeinsames Vertriebsprogramm. Das Ziel sei, im Laufe des kommenden Jahres eine gemeinsame Technologie zu entwickeln, hieß es. Die Programme sollen dort eingesetzt werden, wo besonders komplexe Datenmengen schnell analysiert werden müssen, beispielsweise im Kunden- oder Risikomanagement sowie in der Geldwäschebekämpfung. (dpa/rs)

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Themen: IBM, Oracle und SAP

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