Untersuchung angekündigt

Schock-Video von durchstartender Maschine in Barcelona

08. Juli 2014
Ein Flugzeug bricht die Landung ab und startet durch, weil eine andere Maschine die Landebahn kreuzt. Diese Szene ist auf dem Video eines Amateurfilmers aus Barcelona zu sehen. Es habe keine Gefahr bestanden, meinen die Behörden, leiten aber eine Untersuchung ein.

Nach dem Bekanntwerden eines dramatisch anmutenden Videos von einer durchstartenden Maschine auf dem Flughafen von Barcelona haben die spanischen Behörden eine Untersuchung eingeleitet. Das im Internet verbreitete Video eines Amateurfilmers zeigt eine Maschine vom Typ Boeing 767 der russischen Linie UTair, die den Landeanflug abbricht und wieder aufsteigt.

Der Pilot des aus Moskau kommenden Flugzeugs hatte sich offenbar zum Durchstarten entschlossen, weil - wie auf dem Film zu sehen ist - ein argentinischer Airbus A340 der Allianz SkyTeam über die Start- und Landebahn gerollt war. Der Airbus hatte sich auf dem Weg zu der ihm zugewiesenen Startbahn befunden, um von dort nach Buenos Aires abzufliegen.

Wie die spanische Flughafenbehörde Aena am Montag mitteilte, wurde die Kommission zur Untersuchung von Unfällen in der Zivilluftfahrt (CIAIAC) beauftragt zu ermitteln, was sich bei dem Zwischenfall am vorigen Samstag genau abgespielt hat und was die Ursache war.

Der Sprecher der Fluglotsen-Vereinigung Aprocta, David Guillamón, sagte der Online-Zeitung "elpais.com": "Das war ein gravierender Zwischenfall, aber es bestand keine Gefahr einer Kollision." Als die Boeing sich der Landebahn näherte, habe der Airbus die Piste schon praktisch verlassen, um zu der ihm zugewiesenen Startbahn zu gelangen.

Auch die Flughafenbehörde hatte nach dem Auftauchen des Videofilms im Internet betont, es habe keinerlei Gefahr eines Zusammenpralls der Flugzeuge bestanden. Die Maschinen seien mehr als einen Kilometer voneinander entfernt gewesen, sagte ein Sprecher der Zeitung "La Vanguardia". Die aus Moskau kommende Maschine hätte ohne weiteres landen können. Aufgrund der Perspektive und der Aufnahmetechnik per Teleobjektiv täusche der Eindruck, den das Video erwecke. (dpa/rs)

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