Vor Storage und BI

Security-Budget hat Vorrang

22. Oktober 2009
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
CIOs geben im kommenden Jahr mehr Geld für Sicherheit aus. Sowohl für Software als auch für Services steigen die Ausgaben stärker als in anderen Infrastrukturbereichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage aus dem Hause Gartner.
Safety First bei den Infrastrukturausgaben.
Safety First bei den Infrastrukturausgaben.

Dass Sicherheit Priorität genießt, machen die Analysten von Gartner an zwei auf den ersten Blick eher unspektakulären Zahlen fest. Das Security-Budget steigt demnach für 2010 um durchschnittlich vier Prozent. Was wie ein magerer Zuwachs klingt, bedeutet im Vergleich der verschiedenen Infrastruktur-Ausgaben den ersten Platz vor Storage-Management mit einem erwarteten Plus von 3,79 Prozent und Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) mit 3,28 Prozent. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Im Bereich der IT-Dienstleistungen zeigt sich das Bild noch schärfer. Die Security-Services ziehen demnach im kommenden Jahr um 2,74 Prozent an. Hört sich noch bescheidener an - und bedeutet doch die unangefochtene Spitzenstellung vor Entwicklungs- und Integrations-Services mit 1,62 Prozent. Der Befund spiegelt die nach wie vor hohe Unsicherheit nach dem Einbruch der Krise wider. Sicherheit zuerst, während insgesamt nur vorsichtig mit Mehrausgaben gerechnet wird.

Größtmögliche Vorsicht lassen die Gartner-Analysten Adam Hils und Ruggero Contu allerdings auch in der Interpretation der Ergebnisse walten. Lediglich eine feste Handlungsempfehlung für die CIOs leiten sie aus ihrer Umfrage ab. 15 Prozent des IT-Sicherheits-Budgets sollten beiseite gelegt werden, um auf neue Gefahren und Verwundbarkeiten reagieren zu können.

Wie hoch die Security-Ausgaben tatsächlich ausfallen, schwanke stark - je nach Branche, Region, Unternehmenskultur, regulatorischer Praxis und Risk Mitigation-Anforderungen. Stärker als üblich gilt für CIOs die Empfehlung, sich nicht blind an diesen Richtwerten zu orientieren. Unternehmensspezifische Gegebenheiten sollten tunlichst nicht außer Acht gelassen werden.

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