Kräftiges Wachstum erwartet

Technologie-Firmen setzen auf das Internet

04. Mai 2005
CEOs der 500 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen der Welt sind für die Wachstumsaussichten ihrer Firmen optimistisch wie seit Jahren nicht mehr. Laut einer Umfrage des Beratungshauses Deloitte wittern sie das größte Geschäftspotenzial im Internet und bei IP-basierten Anwendungen. Allerdings fürchten viele, dass sie ihre ehrgeizigen Wachstumsziele aus Kapitalmangel nicht verwirklichen können.

Sowohl kurz- als auch mittelfristig versprechen sich die befragten Unternehmen vom Internet und IP-basierten Anwendungen mit Abstand die besten Geschäfte. Zweitwichtigster Wachstumsmarkt ist der Bereich kabellose Kommunikation, noch vor Unternehmens-Software.

IP-basierte Anwendungen spielen auch in den Hightech-Unternehmen selbst eine immer wichtigere Rolle: Schon jetzt haben diese Techniken in den Bereichen Kommunikation oder Kundenkontakt, beispielsweise in Form von E-Mail- oder Messaging-Anwendungen, in den meisten Firmen einen Sättigungsgrad von 100 Prozent erreicht. Nun weiten die Unternehmen solche Lösungen zunehmend auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen aus, vernetzen beispielsweise Partner im Rahmen der Zulieferkette oder nutzen entsprechende Lösungen für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Zwei Drittel der Befragten bewerten solche IP-basierte Anwendungen als sehr oder extrem wichtig für die Umsetzung ihrer strategischen Ziele.

Die Hightech-Firmen sind äußerst zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung.
Die Hightech-Firmen sind äußerst zuversichtlich für die Geschäftsentwicklung.

Die Geschäftsaussichten der Firmen sind so gut wie seit dem Platzen der Dotcom-Blase nicht mehr. Drei Viertel sind sehr oder extrem zuversichtlich, dass ihre Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten nachhaltig wachsen werden. Je nach Region gibt es hier allerdings Unterschied: Nur jede fünfte Firma aus dem EMEA-Raum (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) ist "extrem zuversichtlich" für nachhaltiges Wachstum. Von den Betrieben aus Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum gab dies dagegen deutlich mehr als ein Drittel an.

Nur die wenigsten befragten CEOs äußerten sich besorgt über die ökonomischen Rahmenbedingungen. Die Deloitte-Analysten folgern, dass sich die Hightech-Firmen von makroökonomischen Bedingungen weitgehend entkoppelt haben. Auch, weil ihre Produkte neue Marktchancen und Wettbewerbsvorteile bieten und deshalb immer einen Mehrwert für Kunden bieten.

Vor allem Unternehmens aus dem EMEA-Raum haben Sorge, dass Kapitalmangel ihr Wachstum behindert.
Vor allem Unternehmens aus dem EMEA-Raum haben Sorge, dass Kapitalmangel ihr Wachstum behindert.

Die Wachstumsziele der Befragten sind ehrgeizig: Ein Viertel der Firmen plant um 25 und mehr Prozent in den kommenden zwölf Monaten zu wachsen. Rund zwei Drittel wollen dies durch organisches Wachstum erreichen, nur jede fünfte durch Übernahmen.

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