Fach- und Führungskräfte

Was Mitarbeiter wirklich motiviert

05. März 2012
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Geld sorgt bei Mitarbeitern zwar für eine Grundzufriedenheit, doch ihre Motivation ziehen sie aus einem kollegialen Arbeitsumfeld und einer erfüllenden Tätigkeit.

Was Fach- und Führungskräfte in Deutschland motiviert, sollte eine aktuelle Umfrage der Online-Stellenbörse Stepstone unter mehr als 18.000 Fach- und Führungskräften ermitteln. Geld ist kein Universal-Motivator, zeigen die Ergebnisse. Nahezu jeder zweite Umfrageteilnehmer in Deutschland (47 Prozent) würde sich durch eine Gehaltserhöhung nicht zusätzlich anspornen lassen.

Nicht mehr Geld sondern ein kollegiales Umfeld ist der größte Motivator im Beruf.
Nicht mehr Geld sondern ein kollegiales Umfeld ist der größte Motivator im Beruf.
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Der laut Studienergebnissen stärkste Antrieb für mehr Leistung lässt sich nicht mit Geld kaufen. Es ist die Freude an der Arbeit. Die höchste Motivation ziehen die Befragten aus einem kollegialen, angenehmen Arbeitsumfeld (80 Prozent) und einer Tätigkeit, die Spaß macht und sie erfüllt (66 Prozent). Ein angemessenes GehaltGehalt landet auf Platz drei der Motivatoren (56 Prozent), dicht gefolgt von weiteren weichen Faktoren wie einer guten Führungskraft (53 Prozent) und genügend Entscheidungsfreiräumen im Job (49 Prozent). Alles zu Gehalt auf CIO.de

Auch ein sicherer Arbeitsplatz (44 Prozent) und die Work-Life-Balance (39 Prozent) motivieren viele Mitarbeiter. Erst an achter Stelle nennen die Umfrageteilnehmer unter den Motivatoren Aufstiegs- und Karrieremöglichkeiten (35 Prozent).

Die häufigsten Gründe für einen Jobwechsel

Den Stellenwert der Atmosphäre am Arbeitsplatz verdeutlicht auch das folgende Ergebnis aus der Umfrage: Ein schlechtes Arbeitsklima (86 Prozent), ein unbefriedigender Job (80 Prozent) und eine schlechte Führungskraft (71 Prozent) nannten die Umfrageteilnehmer mit Abstand als häufigste Gründe für einen Jobwechsel. Dagegen wäre ein niedrigeres Einkommen, welches sich anderswo um 20 Prozent aufstocken ließe, für nur 29 Prozent ein Kündigungsgrund.