Tipps für ITler

Was Sie im Bewerbungsgespräch fragen sollten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wer zu einem Vorstellungstermin eingeladen wird, sollte Fragen über Karriere-Chancen und Arbeitsalltag, Firmenkultur und die wirtschaftliche Situation des potenziellen Arbeitgebers stellen.
Als Bewerber sollten Sie auch mal Fragen stellen.
Als Bewerber sollten Sie auch mal Fragen stellen.
Foto: MEV Verlag GmbH

Ein Vorstellungstermin ist keine Verkaufsveranstaltung, sondern ein Gespräch. Bewerber sollten daher nicht nur Fragen beantworten, sondern auch selbst welche stellen. Wie man das macht, erklärte Dave Willmer von Robert Half Technology unserer Schwesterpublikation Itworldcanada.com.

Er rät, zu folgenden vier Themenfeldern Fragen zu stellen:

1. Entwicklungsmöglichkeiten: Willmer empfiehlt, die Karriere-Chancen bei potenziellen Arbeitgebern abzuklopfen. Dazu eignen sich Fragen wie "Welche Aufstiegschancen hat man in dieser Position?" oder "Welche Personalentwicklungsprogramme gibt es bei ihnen?"

Darüber hinaus kann sich der Bewerber nach dem vorigen Stelleninhaber erkundigen. Ist er intern befördert worden? Hat er in einem anderen Unternehmen eine vergleichbare oder eine höherwertige Position eingenommen?

2. Firmenkultur: Jeder Bewerber will wissen, ob er von der Mentalität und Arbeitsweise her in das neue Unternehmen passen würde. Daher ist es sinnvoll, sich in dem Gebäude umzuschauen. Wie gehen die Angestellten miteinander um, welchen Eindruck machen sie?

Um mehr darüber zu erfahren, rät Willmer, den Gesprächspartner beim Vorstellungsgespräch zu fragen, wie er die Firmenkultur beschreiben würde. Man könne auch direkter werden und fragen: "Was hat sie an dem Unternehmen gereizt und warum arbeiten sie gern hier?" Willmer erklärt, man könne ruhig auch fragen, wie oft Überstunden anstehen.

3. Arbeitsalltag: Um sich ein besseres Bild von der ausgeschriebenen Stelle zu machen, helfen Fragen nach den typischen Aufgaben und Problemen, die der Arbeitsalltag bieten wird. Der Bewerber kann sein Gegenüber auch bitten, einen typischen Arbeitstag zu beschreiben. Wer sicher ist, dass er gern spezifische Aufgaben übernehmen möchte, kann konkret fragen: "Wie viel Zeit hätte ich für die VB.Net-Entwicklung?"

4. Wirtschaftliche Lage des Unternehmens: Informationen über die ökonomische Situation des potenziellen Arbeitgebers finden sich in Fachmedien oder Internet. Laut Willmer spricht aber nichts dagegen, auch im Bewerbungsgespräch darauf zu kommen, etwa durch die Frage: "Wie ist ihr Unternehmen durch die Krise gekommen?" Eine andere Möglichkeit sind Formulierungen wie: "Welche Zukunftspläne hat das Unternehmen?

Infos recherchieren und damit punkten

Willmer gibt Bewerbern noch einen weitere Tipp mit auf den Weg: Über den potenziellen Arbeitgeber recherchieren und damit punkten. Fragen wie "Welche technischen Probleme haben sich aus der KonsolidierungKonsolidierung ihrer ServerServer ergeben?" oder "Wie hat sich die Performance des Call Centers entwickelt, seit die neuen Services gestartet sind?" zeigen, dass man sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Zum Abschluss des Gespräches sollte der Bewerber noch einmal sein Interesse bekunden. Er sollte fragen, wann er mit einer Nachricht seines Gegenübers rechnen kann. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de Alles zu Server auf CIO.de