Mitarbeiterführung

Wie Arbeitsbedingungen die Psyche gefährden

02. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Spanische Forscher bestätigen einen Zusammenhang zwischen psychosozialen Gefährdungen und Arbeitsbedingungen. Besonders hoch ist die Gefahr bei Menschen, die in einem autokratischen und aggressiven Umfeld arbeiten.
In welchem Zusammenhang stehen psychosoziale Gefährdungen und Arbeitsbedingungen?
In welchem Zusammenhang stehen psychosoziale Gefährdungen und Arbeitsbedingungen?
Foto: MEV Verlag

Gibt es einen Zusammenhang zwischen psychosozialem Gefährdungspotenzial und den Arbeitsbedingungen? Forscher in Barcelona haben sich dem Thema angenommen und 7.612 spanische Arbeitnehmer befragt.

Ihr Ergebnis ähnelt früheren Studien, wie die Autoren schreiben. Ja, psychosoziale Gefährdungen und die Bedingungen am Arbeitsplatz stehen in Zusammenhang.

Die Studie bestätigt, dass ein faires Management, das Mitarbeiter als Individuen respektiert und einbindet, gesunde Bedingungen am Arbeitsplatz fördert. Im Gegenzug schaden autokratische oder aggressive Arbeitsbedingungen.

Die psychosoziale Gefährdung ist dann am geringsten, wenn Mitarbeiter in das Unternehmen integriert werden, einen unbefristeten Arbeitsvertrag haben und nicht das Gefühl bekommen, dass sie leicht ersetzt werden könnten. Das Management sollte nicht autoritär agieren und nicht mit Entlassung drohen.