Nach Reifegrad und Risiken

Wie CIOs eine Sourcing-Strategie finden

02. November 2011
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte. Er arbeitet dort seit 1998. Er ist auf die Beratung von CIOs bei der Entwicklung von strategischen Konzepten bis hin zur operativen Umsetzung einzelner Konzeptkomponenten fokussiert.
Strategisch relevante Services mit niedrigen Reifegrad sind Kadidaten fürs Outsourcing - wo es sich noch lohnt und wie CIOs vorgehen sollten, erklärt Peter Ratzer von Deloitte in seiner Kolumne.
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte.
Peter Ratzer ist Partner bei Deloitte.
Foto: Deloitte Consulting GmbH

IT-Dienstleistungsbeziehungen kontinuierlich zu managen und im Sinne IT-strategischer Ziele zu steuern, ist längst bis in die IT-Organisationen von Unternehmen vorgedrungen. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich diesbezügliche Maßnahmen auf die operative Steuerung der bestehenden Sourcing-Situation beschränken. Dies führt dazu, dass grundlegende und wertbeitragssteigernde Veränderungen, wie zum Beispiel die Weiterverlagerung von IT-Services an einen anderen externen Anbieter oder die Rückholung ausgelagerter Dienstleistungen, nicht in Betracht gezogen werden - Optimierungspotential in der IT wird verschenkt.

Es ist daher für jedes Unternehmen wichtig, eine strategische Sicht auf IT Sourcing zu entwickeln, um umfassend Verbesserungspotentiale zu erkennen und umzusetzen.

Entwicklung einer IT-Sourcing-Strategie

Definition der IT-Sourcing-Strategie.
Definition der IT-Sourcing-Strategie.
Foto: Deloitte Consulting gmbH

Startpunkt für die Definition einer integrierten IT-Sourcing-Strategie ist die Umsetzung der Geschäfts- und IT-Strategie in klar artikulierte IT-Sourcing-Zielsetzungen. Diese bilden den Rahmen und geben die Richtung für die Erstellung der Sourcing-Strategie vor. Die Zielsetzungen müssen als Umsetzung der Geschäfts- und IT-Strategie auch grundlegende Potentiale und Risiken des Outsourcings in Betracht ziehen. Demgemäß kann eine IT-Sourcing-Zielsetzung darin bestehen, fokussiert solche Dienstleistungen auszulagern, die bei mindestens gleichbleibender Qualität der Leistungserbringung von einem externen Dienstleister kostengünstiger erbracht werden.

Dies bietet sich vor allem für solche IT-Organisationen an, die sich gezwungen sehen, ihre Kosten zu senken. IT-Organisationen können aber auch stärker auf die Verbesserung ihrer Services abzielen. In diesem Fall kann es zum Beispiel eine IT-Sourcing-Zielsetzung sein, in periphären Lagen der IT-Leistungserbringung, in denen es nur schwerlich möglich ist, einen eigenen leistungsstärkeren IT-Support vor Ort zu gewährleisten, eine Verbesserung der Service-Qualität mit Hilfe eines externen Dienstleisters zu erreichen.

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