Doppelte Wartung ist Albtraum für Administratoren

Windows 7 bekommt virtuellen XP-Modus

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Das Betriebs-System Microsoft Windows 7 wird einen XP-Modus enthalten und damit auch mit älteren Programmen und Anwendungen kompatibel sein. Allerdings warnen Analysten davor, dass auf Administratoren künftig doppelte Arbeit zukommt. Sie müssen künftig zwei Windows-Versionen betreuen und absichern.
Der XP-Modus ist vollständig in Windows 7 integriert. Windows XP Service Pack 3 läuft dabei in einer virtuellen Maschine unter dem neuen Betriebs-System.
Der XP-Modus ist vollständig in Windows 7 integriert. Windows XP Service Pack 3 läuft dabei in einer virtuellen Maschine unter dem neuen Betriebs-System.

Microsoft stattet das Betriebs-System Windows 7 mit einem eigenen XP-Modus aus. Windows XP Service Pack 3 läuft künftig in einer virtuellen Maschine, die mit der host-basierten Virtualisierungslösung Virtual PC entwickelt wurde. Die neue Technologie soll bereits für die nächste Vorversion des Vista-Nachfolgers, die am 5. Mai erscheint, verfügbar sein.

Doppelt gemoppelt: Windows 7 und Windows XP auf einem Desktop

In der virtualisierten XP-Umgebung lassen sich Desktop-Programme und Anwendungen starten, die zwar unter Windows XP laufen, nicht jedoch unter Windows 7. Davon profitieren insbesondere Firmen, denn sie ersparen sich die aufwendige Umprogrammierung von Anwendungen, die auf XP basieren, sowie noch älterer Applikationen.

In der virtualisierten Umgebung können Programme, die nur unter Windows XP funktionieren, problemlos neben Windows 7-Anwendungen laufen, so der Windows-Experte Paul Thurrott in seinem Blog. Zum Beispiel wird das Schreib-Programm Word 2003 im XP-Modus von Windows 7 gestartet, Word 2007 dagegen direkt unter dem neuen Betriebs-System.

Dabei werden die im XP-Modus installierten Programme auf dem Desktop von Windows 7 angezeigt. Wird beispielsweise Word 2003 aufgerufen, lädt das Betriebs-System den XP-Modus automatisch im Hintergrund.