Sechs Unterschiede

Worin Angestellte anders als Freelancer sind

30. Januar 2013
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Überraschend: Freelancer sind in ihrem Arbeitsalltag gar nicht so frei, wie man meinen könnte. Das und mehr zeigt eine Studie von Personaldienstleister Hays.
Arbeiten, wann und wo man möchte? Das Klischee trifft bei vielen Freiberuflern nicht zu.
Arbeiten, wann und wo man möchte? Das Klischee trifft bei vielen Freiberuflern nicht zu.
Foto: Subbotina Anna - Fotolia.com

Freiberufler erkennen offensichtlich mehr als festangestellte Mitarbeiter die hohe Bedeutung von Teamarbeit und Vernetzung, um Wissensarbeit produktiv zu gestalten. So lautet eines der zentralen Ergebnisse einer Studie des Personaldienstleisters Hays, für die festangestellte und freiberufliche Wissensarbeiter befragt wurden. In einzelnen Punkten, so die Studienauswertung, unterscheiden sich die Haltungen und Auffassungen der beiden Gruppen erheblich.

1 . Festangestellte sind überzeugter von der Position von Wissensarbeitern: Unter anderem bei der Stellung der Wissensarbeiter im Unternehmen unterscheiden sich die Antworten der beiden Gruppierungen. FreiberuflerFreiberufler betrachten sie wesentlich kritischer als festangestellte Wissensarbeiter. Mehr als zwei Drittel der Freelancer vertreten die Ansicht, dass Wissensarbeiter in den Unternehmen keine herausgehobene Position haben. Unter den Kollegen mit festem Arbeitsvertrag denken dies nur 49 Prozent. Alles zu Freiberufler auf CIO.de

Freiberufler sehen ihr Tun nicht als Notnagel

2. Hohes Selbstbewusstsein bei Freiberuflern: Die große Mehrheit der Freelancer versteht ihr Beschäftigungsverhältnis nicht als Notnagel. Eine Festanstellung hält nur jeder Fünfte von ihnen für denkbar. Auch das Selbstbewusstsein ist unter Freiberuflern hoch: Fast drei Viertel (72 Prozent) von ihnen sind sich sicher oder teilweise sicher, aufgrund ihrer Qualifikation immer ein attraktives Projekt zu finden. Auf der anderen Seite wären 60 Prozent der Festangestellten wechselwillig, wenn sie sich bei einem neuen Arbeitgeber weiterentwickeln könnten. 40 Prozent von ihnen denken über Freiberuflichkeit nach.

3. Weniger Routine bei Freiberuflern: Unternehmen engagieren Externe, um Know-how-Lücken zu schließen - weniger für die Erledigung administrativer Tätigkeiten: Freiberufler sind wesentlich seltener mit Routineaufgaben (34 Prozent) beschäftigt als Festangestellte (55 Prozent). Darüber hinaus arbeiten Freelancer projektorientierter als die Kollegen mit festem Vertrag (53 versus 33 Prozent).