Gepflegtes Äußeres im Bewerbungsgespräch gefragt

Zausel ohne Chance

12. Juli 2012
Von Meridith Levinson und
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist für neun von zehn Personalern der Knackpunkt im Bewerbungsgespräch. Auch IT-Chefs verlangen ein ordentliches Äußeres.
Ein ordentliches Auftreten bestimmt den ersten Eindruck. Dieser ungepflegte Bewerber macht keinen guten Eindruck.
Ein ordentliches Auftreten bestimmt den ersten Eindruck. Dieser ungepflegte Bewerber macht keinen guten Eindruck.
Foto: fotofrank - Fotolia.com

Bewerber bekommen häufig zu hören, dass sie an ihren Mappen arbeiten müssen. Wenn die gut ankommen, wartet mit dem Gespräch aber noch eine weitere Hürde auf die Jobsuchenden. Unsere amerikanische Schwesterpublikation CIO.com zitiert eine Umfrage unter mehr als 500 Personalern mit einem Besorgnis erregenden Ergebnis: Wenn ITler im Gespräch scheitern, liegt das häufig an ihrem Erscheinungsbild.

Eine überwältigende Mehrheit der Personalexperten (90 Prozent) sagt, dass es ihnen für den allerersten Eindruck am wichtigsten ist, ob ein Bewerber ordentlich auftritt. Der Händedruck kann noch so fest sein - nur die gepflegten Kandidaten strahlen nach Meinung der Personaler das nötige Selbstvertrauen aus.

Wer mit Bartschatten, ungepflegten Fingernägeln oder verknitterter Kleidung beim Bewerbungsgespräch auftaucht, bekommt Minuspunkte. Mehr als die Hälfte der befragten Personalexperten sagen, dass ihnen schlampig oder ungekämmt auftretende Bewerber den Eindruck vermitteln, sie hätten gar kein ernsthaftes Interesse an der Stelle.

Auch wer schon im Unternehmen ist, hat mit einer gepflegteren Erscheinung die besseren Aufstiegschancen. Die gepflegteren Mitarbeiter klettern auf der Karriereleiter schneller nach oben als die zauseligen, sagen 84 Prozent der befragten Personaler. Die Befragten schätzen, dass rund 20 Prozent ihrer Mitarbeiter schludrig sind.