Facebook im Büro

IT-Verbote schrecken Nachwuchs ab

12.09.2011 (aktualisiert)

Sieben von zehn Studenten erwarten, dass ihre Arbeitsgeräte wie Büro-PCs und Smartphones auch privaten Zugang zu sozialen Netzwerken erlauben.

Für Personaler und CIOs dürften auch die nächsten Jahre nicht langweilig werden, zumindest wenn es um die Ansprüche der jungen Generation geht - vor allem in Bezug auf IT-Ausstattung. Dies bestätigen nun einige Zahlen aus dem Cisco Connected World Technology Report.

Demnach würden 29 Prozent der Studenten nicht für ein Unternehmen arbeiten, das die Nutzung sozialer Medien während der Arbeitszeit mit Arbeitsgeräten verbietet. Ebenfalls etwa ein Drittel ist bei der späteren Jobsuche Flexibilität, Zugang zu sozialen Medien oder die Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz wichtiger als das Gehalt. Rund 64 Prozent der Studenten wollen gar ihren späteren Arbeitgeber im Bewerbungsgespräch zu den Richtlinien für soziale Medien und der Nutzung privater Geräte am Arbeitsplatz befragen.

Verbote nützen gar nichts mehr: Der IT-Nachwuchs verlangt eindeutig nach einer Verknüpfung der Arbeitswelt mit Social Media.Vergrößern
Verbote nützen gar nichts mehr: Der IT-Nachwuchs verlangt eindeutig nach einer Verknüpfung der Arbeitswelt mit Social Media.
Foto: Justiniani - Fotolia.com

Diese Ergebnisse bestätigen auch Experten aus der IT-Branche: "Es wird immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen geben, die mobil arbeiten und höchst unterschiedliche Endgeräte einsetzen. Ein CIO tut sich keinen Gefallen, wenn er versucht, sich auf ganz wenige Standardendgeräte zu konzentrieren. Das wird er nicht durchhalten können gegen die Anwender ", glaubt Jürgen Signer vom Berliner ITK-Dienstleister Aastra.

Es rückten junge Mitarbeiter nach, die technologisch das nachfragen, was sie auch privat schon lange nutzen. "Ein CIO sollte diese Dienste in seine IT-Infrastruktur einbauen, sonst entstehen Probleme bei der Rekrutierung von neuem Personal", empfiehlt der Berliner Manager. Beim Kampf um die jungen Talente könnten sich die IT-Restriktionen negativ auswirken. Das sei auch ein Indikator für die gesamte Unternehmenskultur.

CIO unter 40 - 25.10.2011 22:33
Alles schön und gut, klingt nach voll im Trend liegenden Experten. Nur eines bleiben die "alles zulassen und das Unternehmen floriert" Prediger immer schuldig, nämlich wie dieser Wahnsinn BYOD eigentlich handelbar sein soll? Wer soll den Betrieb wie garantieren und wer soll die ganzen eigenen Gadgets, die tausende MA plötzlich mitbringen und in der Firmeninfrastruktur nutzen wollen, eigentlich supporten? Nach BYOD kommt dann FYPA (fix your problems alone) oder CYOS-AYCO (configure your own server - after you crashed ours)...l. Dieser MWIW ( macht was ihr wollt) Trend ist doch ein Wunschdenken.
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