IT-Gehälter gestiegen

IT-Nachwuchsmangel spitzt sich zu

02. August 2010
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Unternehmen aus der IT-Branche bilden immer weniger Nachwuchskräfte aus. Die Zahl der Ausbildungsplätze bei IT-Dienstleistern sank um 13 Prozent, wie die eine Studie der IG Metall ergab. Immerhin stiegen die Einkommen in IT-Berufen.
Mehr als Peanuts haben viele Beschäftigte wegen der Krise fast nicht erwartet. Am Ende war für viele aber deutlich mehr in der Lohntüte.
Mehr als Peanuts haben viele Beschäftigte wegen der Krise fast nicht erwartet. Am Ende war für viele aber deutlich mehr in der Lohntüte.
Foto: sxc.hu

2009 war ein Krisenjahr, auch in der IT-Branche. Die Beschäftigten in den Informationstechnologie- und Telekommunikationsunternehmen haben das zu spüren bekommen, allerdings nicht zwingend beim Blick aufs Bankkonto. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Entgeltstudie der IG Metall.

„Trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt sich bei den Gehältern eine positive Entwicklung“, konstatiert Helga Schwitzer, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gewerkschaft. Im Mittel stiegen die Gehälter in den untersuchten IT-Berufen um 2,3 Prozent, und das im Krisenjahr 2009.

Ein aus Sicht der Beschäftigten also insgesamt erfreulicher Befund, der allerdings zu differenzieren ist wie beispielsweise nach Berufsgruppen sowie tarifgebundenen und nicht-tarifgebundenen Unternehmen. Wie die IG Metall selbstverständlich betont, verdiente die Mehrzahl der Jobgruppen in letzteren Firmen weniger als 2008.

Aus Sicht vorausschauend planender CIOs lässt die Studie der Gewerkschaft schon vernommene Alarmglocken noch lauter schrillen. Die Rekrutierung von IT-Nachwuchs dürfte nämlich in den kommenden Jahren immer schwieriger werden, weil die untersuchten IT-Firmen immer weniger ausbilden.