| Inhalt dieses Artikels: | |
| "Das ist mir zu abgedroschen" | |
| Talanx beim "Post-Merger-Sourcing" | |
| Die nach wie vor größte Computermesse der Welt | |
| Motto: "Connected Worlds" | |
25.02.2010, von Thomas Pelkmann
Wer nicht aufpasst, wird auf der CeBIT mit Marketing-Blabla zugespamt. Wir haben IT-Anbieter gebeten, in 30 Sekunden ihre Kernbotschaft für die Messe zu präsentieren. "Elevator Pitch" nennen das Verkäufer.
Wenn Elisabeth Höflich auf die CeBIT fährt, dann nur mit festem Programm: "Früher bin ich auch schon mal rein interessehalber hingegangen. Aber jetzt verabrede ich mich gezielt mit Anbietern und Lieferanten." Dabei ist die weltgrößte IT-Messe für die IT-Chefin beim Automobilzulieferer Continental ein echtes Heimspiel: Nicht einmal zehn Kilometer trennen den Conti-Firmensitz vom Messegelände.
Viel Gelegenheit für einen ausgedehnten Messerundgang wird Höflich dennoch nicht haben: Ihre Agenda 2010 ist nach dem On-Demand-Service-Deal mit T-Systems für die SAP-Anwendungen 2009 vollgepackt mit Projekten aus dem Non-SAP-Umfeld. "Wir beschäftigen uns in diesem Jahr vor allem mit der Server- und Storage-Konsolidierung und dem Thema Virtualisierung." Eine besondere Herausforderung ist für Conti der Umgang mit den "exponentiell ansteigenden Datenmengen" beispielsweise aus Produkttestdaten. Dafür evaluiert der Automobilzulieferer BI-Systeme und Business Warehouses.
| Elisabeth Höflich, CIO von Continental und erste Testzuhörerin beim Elevator-Pitch. |
Neben diesen großen Themen stehen für Elisabeth Höflich auch Open Source und Web 2.0 auf der Liste der Projekte: "Wir wollen einfach schauen, ob wir langfristig Alternativen zu einigen großen Softwarelieferanten entwickeln können, denn die Lizenzmodelle werden immer komplexer und die Kosten immer höher", so Höflich. Zudem hält die IT-Chefin Communities für wichtig, um die Kommunikation mit Zulieferern und Kunden zu verbessern. Überhaupt interessiert sie CRM: "Wir haben eine breite Kundenbasis, gerade im Reifenbereich, die wir noch besser an uns binden möchten. Zudem überlegen wir, wie wir die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte in unsere CRM-Umgebung einbinden können."
Ist die CeBIT mit ihrem weiten Angebot für alle diese Themen eine Hilfe? "Das kommt darauf an, in welchem Zustand sich die einzelnen Projekte befinden", antwortet Elisabeth Höflich. "Gerade in der Produktfindungsphase ist es optimal, auf die CeBIT zu gehen." Dort könne man sich auch mal Anbieter aus der Nische anschauen, die man sonst eher selten erreichen würde. "Was wir dort in einer Woche schaffen, dafür brauchen wir sonst Wochen oder Monate", rechnet der Conti-CIO vor.


| ||||