Technologie-Ansatz verliert an Bedeutung

Anwender mit falschen Sicherheitsstrategien

12. Juni 2007
Von Thomas Zeller
Viele Firmen verfolgen bei ihrer IT-Sicherheitsstrategie einen falschen Ansatz. Sie verlassen sich auf Hochsicherheits-, statt auf Commodity-Lösungen. Diese Entscheidung treibe jedoch massiv die Kosten nach oben, sagte Thomas Raschke, Senior Analyst von Forrester auf dem IT Forum 2007 in Edinburgh. Sinnvoll seien Hochsicherheitslösungen nur für die wenigsten Firmen.
Forrester-Analyst Raschke: "IT-Sicherheits-Konzepte werden immer prozessorientierter."
Forrester-Analyst Raschke: "IT-Sicherheits-Konzepte werden immer prozessorientierter."

Durch die Konsolidierungswelle im IT-Sicherheitsbereich haben viele Anwenderunternehmen begonnen, ihre Strategie zu überdenken. Die Vermeidung von Geschäftsrisiken spielt nun auch bei der IT-Security eine immer größere Rolle. "Viele Firmen wollen künftig auch in diesem Bereich prozessorientiert arbeiten", sagt Raschke. Die technologische Seite verliere damit für die Verantwortlichen an Bedeutung.

Zudem stoßen bei der IT-Sicherheit nun zwei Fronten aufeinander. Ein Teil der Firmen erkläre IT-Security zu einem Commodity-Thema. Für sie müssen Lösungen stärker vereinfacht und besser in die bestehende IT-Infrastruktur eingebunden werden. "Gerade der Mittelstand denkt deshalb auch in diesem Bereich über OutsourcingOutsourcing nach", so Raschke. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

Auf der anderen Seite stehen Speziallösungen für neue Probleme wie beispielsweise die Bedrohung durch die eigenen Mitarbeiter. Diese Software wird zumeist von kleinen, jungen Unternehmen angeboten, die eine hohe Spezialisierung aufweisen. Diese erlaubt zwar einen besseren Schutz, ist jedoch am Anfang über Standardlösungen nicht abzubilden.

Übernahmen im IT-Sicherheitsbereich. (Quelle: Forrester)
Übernahmen im IT-Sicherheitsbereich. (Quelle: Forrester)
Foto: Thomas Zeller

Als problematisch betrachten viele Anwender die zunehmende KonsolidierungKonsolidierung bei den Anbietern. Durch die Übernahmen seien die IT-Security-Firmen zunächst einmal mit sich selbst beschäftigt, so Raschke. Eine kontinuierliche Kundenbetreuung falle damit weg, im schlimmsten Fall sogar das bisherige Produkt-Portfolio. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Zur Startseite