Ständige Erreichbarkeit

Arbeitsbelastung für Führungskräfte steigt

24. Juni 2010
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Deutschlands Manager sind zunehmend außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar und einer höheren Belastung ausgesetzt. Mehr als die Hälfte nutzt Diensthandy und Geschäfts-Mails auch an Wochenenden.

Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Führungskräfte bestätigen in einer Befragung des Online-Karrieremanagers Placement24, dass sie das Gefühl haben, für ihren Job zunehmend erreichbar sein zu müssen. Nur jeder Fünfte fühlt sich nicht von der zunehmenden Erreichbarkeit betroffen.

Hinzu kommt die wachsende Belastung für die einzelnen Mitarbeiter. Die Führungskräfte wurden gefragt, ob die Arbeitsverdichtung in den vergangenen fünf Jahren in ihrem Arbeitsumfeld zugenommen hat. 83 Prozent sagen ja: Sie beobachten, dass immer weniger Mitarbeiter die gleiche oder steigende Menge Arbeit erledigen müssen. Nur 14 Prozent der Befragten verneinen dies.

Die Arbeit nimmt zu und dringt auch in die Wochenenden der Führungskräfte. 51 Prozent von ihnen schalten dann regelmäßig das Diensthandy ein und/oder kontrollieren geschäftliche E-Mails.

Immerhin 32 Prozent der Befragten tut dies nur ausnahmsweise, wenn es nötig ist. 16 Prozent sagen klipp und klar: Nein, am Wochenende bleibt das Diensthandy ausgeschaltet und ich kontrolliere keine E-Mails.