Bis zu 40 Prozent weniger Kosten möglich

Behörden können im Rechnungswesen sparen

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Mit einem durchdachten Prozess-Management können Behörden bis zu 40 Prozent einsparen - und das bei jeder einzelnen Rechnung. Das geht aus einer Studie des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hervor.
So verteilt sich die Arbeitszeit auf verschiedene Prozesse.
So verteilt sich die Arbeitszeit auf verschiedene Prozesse.

Der Weg zu einem effizienteren Rechnungseingangs-Management führt laut IAO über die Zusammenarbeit mit Partnern von außerhalb. Moderne IT und ein höherer Grad an Automatisierung verbessern gleichzeitig die Prozess-Qualität.

Die Forscher bemängeln, dass in der öffentlichen Verwaltung häufig die Macht der Gewohnheit regiere, und das Rechnungs-Management deshalb dezentral ablaufe. Die eingeschliffenen Prozess-Ketten seien indes langwierig, aufwendig und intransparent.

Welche Effekte mittels zentraler, IT-gestützter Erfassung erzielt werden können, untersucht die Studie an zwei Beispielen: dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB) und der Stadt Duisburg.

Beim BLB machten die Analysten ein Spar-Potenzial von 39,8 Prozent aus (1,94 Millionen Euro). In der Verwaltung der 500.000-Einwohner-Stadt Duisburg könnten nach IAO-Einschätzung 26,5 Prozent oder 252.000 Euro weniger an Kosten anfallen.

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