Konsumentenverhalten soll berechenbar werden

Business Intelligence für den gläsernen Kunden

04. Januar 2007
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Zielgruppenfindung nach dem Schema "14-29 Jahre" oder "weiblich, ledig, jung" - das reicht nicht mehr. Wer sich am Markt behaupten will, muss Informationen über seine Kunden viel differenzierter messen. Ziel ist, mittels Business Intelligence das Konsumentenverhalten berechnen zu können. Nach einer Studie von Aberdeen haben viele Unternehmen bis dahin noch ein ganzes Stück Weg vor sich.
Häufigkeit der Messung von BI
Häufigkeit der Messung von BI

Glaubt man den Analysten, gehört Business IntelligenceBusiness Intelligence (BI) für Händler mittlerweile zum Standard. Allerdings ist es aus ihrer Sicht nicht mehr damit getan, Akquise, Kundenbindung und -bewegung zu beobachten. Ziel ist nun, den Verbraucher im Geschäft im Auge zu behalten. Wer reagiert wie auf neue Angebote? Wer nutzt Promotions? Wer kauft welche Produkte? Das sind die Fragen, über die Daten gesammelt und ausgewertet werden sollen. Alles zu Business Intelligence auf CIO.de

Firmen, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben, nutzen die erhobenen Informationen nicht nur für standardisierte Kunden-Mailings, sondern setzen sie zum Beispiel auch gezielt in Werbekampagnen am Point of Sale ein.

Verschenktes Potenzial

Bisher allerdings nutzt mehr als jeder Zweite seine Business-Intelligence-Lösung vorrangig, um im Rahmen des Kunden-Management-Prozesses Cross-Sellings und Up-Sellings zu analysieren (56 Prozent), Bonusprogramme durchzuführen (54 Prozent) und die Absätze aufzugliedern (51 Prozent). Nur rund jeder Vierte (27 Prozent) erarbeitet aus den Kundendaten One-to-one-Marketing-Aktionen.

Dass dieses Potenzial so häufig verschenkt wird, liegt nach Aussagen von fast jedem Zweiten (49 Prozent) an der zu großen Menge an Daten, die über das ganze Unternehmen hinweg verteilt ist. 46 Prozent geben an, die Qualität der Daten reiche für eine Analyse nicht aus. Als Konsequenz werden Datensäuberungsprogramme gestartet.

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