Zwischen Wundermittel und Sicherheitsrisiko

Cloud Computing polarisiert CIOs

01. Dezember 2008
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Cloud Computing wird die IT radikal verändern. Davon sind sechs von zehn CIOs überzeugt. Eine Studie dokumentiert den aktuellen Grad des Einsatzes sowie die Erwartungen der CIOs und ihre Bedenken gegen die Wolke.
Die Einstellung zu Cloud Computing.
Die Einstellung zu Cloud Computing.

Der Begriff Cloud ComputingCloud Computing wird von so vielen Marketing-Leuten in so vielen Kontexten genannt, dass er eigentlich alles bedeuten kann, seufzte kürzlich Oracle-Chef Larry Ellison. Unsere US-Schwesterpublikation CIO.com wollte wissen, wie der Stand der Dinge bei Cloud Computing ist und führte eine Befragung unter 173 Entscheidern durch. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Dafür wurde die Definition des Marktforschers Gartner übernommen: Cloud Computing ist ein neuer Ansatz, bei dem ein Anbieter seinem Kunden in hohem Maße skalierbare Kapazitäten an Rechenleistung oder zur Informationsverarbeitung übers Internet bereitstellt.

Dieser Ansatz scheint einen Nerv zu treffen. 58 Prozent der Befragten trauen Cloud Computing zu, die IT radikal zu verändern. Geht es dagegen um den aktuellen Einsatz, liegen die Zahlen deutlich niedriger: 30 Prozent der Studienteilnehmer geben an, Cloud Computing bereits zu nutzen oder momentan zu implementieren. Allerdings haben fast ebenso viele (29 Prozent) das Thema gar nicht auf der Agenda.

Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass weitere 27 Prozent schon fast zu den Nutzern zählen. Sie geben an, sich derzeit aktiv über Cloud Computing zu informieren (17 Prozent) beziehungsweise binnen Jahresfrist nutzen zu wollen (zehn Prozent).