Gefährliche Eitelkeit

Die 4 großen Risiken bei Facebook

11. April 2011
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und seit 2006 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Sich auf Fotos von der besten Seite zeigen und Freunde sammeln: im Web 2.0 üblich, aber gefährlich. Welche Angaben im Profil Angreifern in die Hände spielen.

Wer in sozialen Netzwerken, wie etwa Facebook, aktiv ist, der will sich von seiner besten Seite zeigen. Doch ihre Eitelkeit kann Facebook-Nutzer teuer zu stehen kommen. Joan Goodchild hat in unserer Schwesterpublikation CSO-Online vier Hauptrisiko-Faktoren identifiziert, mit denen sich Facebook-Nutzer besonders angreifbar machen: Sie platzieren zu viele Fotos im Web, geben zu viele persönliche Daten und Informationen preis, haben einen riesigen Freundeskreis und sind zudem überhebliche Prahlhänse. Alles zusammen macht es Cyber-Kriminellen leicht, Ziele für ihre Angriffe zu finden.

Erstens: Zu viele Bilder im Facebook-Profil

Bei Facebook sind Nutzerdaten nicht sicher. Schuld daran ist vor allem die Eitelkeit der Mitglieder, die viel zu viel von sich preisgeben.
Bei Facebook sind Nutzerdaten nicht sicher. Schuld daran ist vor allem die Eitelkeit der Mitglieder, die viel zu viel von sich preisgeben.

Eine jüngst in der Zeitschrift "Cyberpsychology, Behavior and Social Networking" veröffentlichte Untersuchung belegt, was alle Facebook-Mitglieder ohnehin schon wissen: Facebook ist ein Forum der Eitelkeiten. Viele Nutzer stellen, um vor anderen zu glänzen, jede Menge Fotos von sich ins Netz - etwa von den letzten Ferien oder wenn sie auf einer Party posieren. Das ist insofern gefährlich, als Kriminelle dadurch genau wissen, wie ihr künftiges Opfer aussieht.

In Kalifornien führte das dazu, dass ein Mann E-Mail-Accounts knackte, um an Nacktfotos von Frauen zu kommen. Möglich war ihm dies, weil er über die Sicherheitsfragen auf FacebookFacebook in der Lage war, bei E-Mail-Services wie Yahoo oder GoogleGoogle Mail die Passwörter zurückzusetzen und sich so Zugriff auf die Postfächer seiner Opfer zu verschaffen. Nicht zuletzt kündigen Firmen inzwischen verstärkt Mitarbeitern, die aus ihrer Sicht auf Facebook von sich zu freizügige oder wenig vorteilhafte Fotos präsentieren. Alles zu Facebook auf CIO.de Alles zu Google auf CIO.de

Zweitens: Zu viele Daten preisgeben

Letztes Jahr machten die Entwickler der Website Pleaserobme.com Schlagzeilen. Die Seite sammelte Daten aus Twitter-Feeds von Personen, die Foursquare spielen, eine Art digitale Schnitzeljagden.