Bei Green IT genau nachfragen

Fünf Mythen über grüne Rechenzentren

07. August 2009
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Jeder Dollar IT-Leistung kostet im Schnitt einen weiteren für den Betrieb des Rechenzentrums. Wer das ändern will, sollte nicht auf - scheinbar - allgemeingültige Grundsätze hereinfallen, so Rechenzentrums-Spezialist Michael Bullock.

Die magische Zahl 2.0 gilt auch im RechenzentrumRechenzentrum: Für jeden Dollar IT-Leistung muss man einen weiteren für den Stromverbrauch hinlegen. Diese Faustregel zitiert jedenfalls Michael Bullock vom Bostoner Consulter Transitional Data Services (TDS), der sich auf Rechenzentren spezialisiert hat. Auf unserer US-Schwesterpublikation cio.com berichtet Bullock von den verständlichen Bemühungen vieler CIOs um die Eins vor dem Komma - und darüber, auf welche Tipps zum Energie-Sparen sie nicht hereinfallen sollten. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de

Bullock bezieht sich auf das Kürzel PUE (Power Usage Effectiveness), das den Bedarf für Rechenzentrumsbetrieb und Support wie Energieverteilung, Kühlung und Befeuchtung umreißt - und die damit verbundenen Kosten. Laut Bullock variiert der PUE-Wert zwischen 3.0 - eindeutig zu teuer - und 1.3. Das schaffen allerdings nur die Wenigsten.

Bullock beobachtet, dass manche Anbieter im Zuge der Green-IT-Diskussion sozusagen "alten Wein in grünen Schläuchen" verkaufen. Er rät IT-Entscheidern generell, sehr genau nachzufragen. Insbesondere bei folgenden Glaubenssätzen:

1. Die PUE ist eine Konstante. Glaubt man Bullock, können viele CIOs den Strombedarf ihres Rechenzentrums nicht genau beziffern. Weil die Data Centers jeden Tag im Jahr rund um die Uhr arbeiten, entsteht der falsche Eindruck, die PUE sei immer gleich hoch.